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Nicht han ein frewd mit jhrer zucht, Dieweil es iſt ein ſchöne frucht, Vnd noch viel mehr an jhnen wird Natur lieblich anmuhtung geſpürt, 55. Als in den aller ſchönſten Geſchöpffen Darauß wir ſonſt ergötzung ſchöpffen, Das macht die lebhaft freundlichkeit, Die anlachend geſprechlichkeit, Die in den Kindern wir all ſpüren 60. Wie ſo ſchön all Gebärden zieren. Dann was iſt lieblichers zuhören Als wann die Kinder reden lehren? Wanns heraußlispeln bald die Red Vnd ruffen Abba, Vatter, Ett, 65. Ruffen der Mutter, Memm vnd Ammen,! Geben nach jrer notturft Namen, Brauchen den ererbt Adams gwalt Der jedem Geſchöpff ein Nam gab bald, Wie iſt jhn zuzuſehen wol 70. Wanns wanckeln wie ein Waſſerpfol? Vnd ſo halßlaͤmig vngwiß taſten, Vund wie ein Engelchen erglaſten? Solch freundlichkeit vnd lieblich ſitten Solten die Elter vnd ein jeden, 75. Reitzen, das ſie deß lieber mehr Mit Kinderzucht vmbgiengen ſehr, Dieweil ſolch blüend alter friſch Vmbſonſt ſo lieblich gſtalt nit iſt (Dvija) Auch offt das Wild vnd Vieh bewegt 80. Das es zu dem ein gfallen trägt. Vnd dieweil die Engel ſich nicht ſchämen Der Kindspfleg ſich ſelbs anzunemmen. Wie Chriſtus zeugt, das vor Gott ſtanden Allzeit die Kinder Engels gſanden,
68. der druck: jeden. 69. der druck: j hw. 80 der druck: er.


