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und nahrung verleihet(wir erkennen in unserer heutigen sprache nicht mehr, dass gene- sung und nahrung einer und derselben wurzel und bedeutung angehören), fridubarn godes ist der sohn Gottes, welcher fridu widar fiundun verleihet, der schützende kriegsherr; eben so fridugumono best 18²2³3. hieran schliessen sich die schon vorher aufgeführten benennungen, wie drohlin, lhiodlan, cuningo rikiost, allaro cuningo erafligost, landes hirdi, liof landes ward, sodann barno rikiost, märi mahlig krist u. a. überall herscht die vor- stellung eines reichen, mächtigen, siegenden und siegverleihenden königs, an welchen sich die menschen nur anzuschliessen, ihm mit lauterem sinne und fester treue zu folgen haben, wie die irdischen gefolgsmannschaften an ihre lieben herren, um mit ihm in sein reich einzugehen, und die sichere friedensheimat, in welche er zurückkehrt, in seinem gefolge wieder zu gewiunen.
Die verfolgung Christi von seiten der jüdischen priesterschaft erscheint demnach auch, wie schou aus den bisherigen anführungen hinreichend hervorgeht, als ein krieg wider den volkskönig und seine getreuen; aber auch teufel und sünde werden vorzugs- weise mit ausdrücken bezeichnet, welche theils die untreue, die innerliche verkehrung und abwendung, die hinterlist, die geheime tücke, die erbitterung, theils offene kriegs- feindschaft charakterisieren. so heisst die sünde 7d 261, 163 gilsi 26²1(leid, leidige gefolgschaft), ein von dem herrn, dessen willen, huld und weg abweichendes thun, wie auch von dem, durch den teufel zum abfalle verleiteten Adam 3115 gesagt wird: he was is drohtine léèd. sodann méên, gewöhnlich durch scelus übersetzt, an sich perversitas be- deutend, mit den compositis mèndàd, mènwerk, méngithaht(wir haben nur noch meineid übrig);— firina goth. fairina, bei Ulfilas jedoch in weit milderem sinne als im Héliand, wo es etwa„gewaltthat’ bedeuten muss ¹), genauer vielleicht das über die grenzen des heimatlichen rechts und der heimatlichen sitte hinausgehende, das formlose, ungeheure; es hat zahlreiche compositionen: firindâd, firinwerc, ſirinword, ja es findet sich sogar firinsundea;— liono, der nachteil, schade, zumal der, welcher heimlich und tückisch zugefügt wird;— balu, dessen ableitungen im gothischen auf den begriff von plage und strafe hinauslaufen(wie auch hier 72 ½, balusuht lues und baluicitli 454 die höllenpein deutet), welches jedoch zugleich, vielleicht ursprünglich, den sinn der schädigenden list, des irreführens in sich geschlossen haben mag(vgl. das ahd. palomunt und den mythus von Bölverkr Myth. 856); es hat wie firina, mehrfache composita: baluwerk, baluspràca, baludâd, baluhugdig(so heisst 144° Judas und 1554 Kaiphas);— ausserdem harmivere 348, grimwerc 714, mordicerk 82 ²2⁴, waldäd 7923 eine that des blutigen kampfes, wal; derbea däd 1078, biltra däd 106¹¼, welchem ausdrucke gleich darauf hugi mildera
1) die wurzel Gramm. 2, 56 no. 573, RA. 623.


