sich durcheinander, die see wird aufgewühlt, wind und wasser kämpfen wider einauder (wan wrind endi arater, wie Beov. 2256 holm storme weol, won widh winde), und das meer wird zornig(môdag). die sorgenden jänger heisst Christus den kampf des wetters nicht fürchten: die ströme sollen stiller werden, und das wetter wonnesam; wind und woge hören auf sein wort: es wird heiter(fagar) auf der flut, und das hochgehörnte schiff schreitet fürder zum lande. 898 wird erzählt: die zwölf liessen schnell in den strom das hochgehörnte schiff, die lautern wellen, das helle wasser zu scheiden; da schritt das hcht des tages dahin, die sonne war zur ruhe, und die seefahrer(seo lidandeon, der altepische ausdruck, Hildebr. 33: seo lidante westar ubar wentilseo) bewarf die nacht mit nebel; doch strebten sie vorwärts in die flut: da kam ein grosser wind, ein hohes wetter erhob sich: es tosten(hlamodun) die wellen, der sturm im strome; im streit mit dem wetter ruderten die männer wider den wind. als darauf Petrus über den strom der tiefe zu gehen begehrt und von dem schiffstamme steigt, da hält ihn die flut empor durch die macht gottes, bis er anfängt zu fürchten das tiefe wasser, und er treiben sieht die woge mit dem winde, wie die wellen um ihn sich winden, der hohe strom ringsumher; und eben als er zweifelte, da wich das wasser unter ihm, und er sank in die woge hinab, in den seestrom, mit diesen, dem eigenen frischen leben angehörigen schilderungen, mit diesen oft gehörten gesangesklängen von strom und sturm, von wind und wetter wird die fremde erzählung hineingezogen in das eigenste leben und in den kreis der liebsten gedanken und erinnerungen, wird das herz des kühnen seefahrers gewonnen für die seefahrenden zwölfe, und für den, der heilig und allmächtig das helle wasser fest machte unter den füssen, welcher die breite flut und die ströme stillete, auf dessen wort wind und woge hörten. dieser züge des seelebens finden sich noch mebrere, wie die fischer am gestade 34— 35; 9811; 801¹½- ²0; 733; 4111; 55s, sämtlich mit den alten volksmässigen bezeichnungen ausgestattet 1), unter denen das neglid skip 3517, die alte, dem hô hurnid skip gleichstehende epische formel besondere hervorbebung verdient; man vergleiche z. b. im anhang zum ags. menologium: scip sceal genägled.
Hierher dürfen wir auch die beschreibungen des meuschlichen leibes ziehen, welche 55—o und 614— 1s vorkommen. beide stellen sind poetische erweiterungen des textes Luc. 118 und s, ja zu der beschreibung des neugeborenen kindes Johannes gab derselbe auch nicht einmal leise veranlassung. wir dürfen beide als altherkömmliche schilderungen, die eine des hinfälligen alters, die andere der neugeborenen wolgebildęten kinder anschen:
1) der vorzug diese schilderungen zu besitzen bleibt dem Sachsenstamme ausschliesslich; die Gothen haben wol kaum ein schiff gekannt, gewis keine seegesänge gehabt, schwerlich wäre sonst 2 Cor. 11 ²23 und 1 Tim. 1 ¹% so übersetzt worden, wie geschehen; oder war für den Gothen nur der
tropus 1 Tim. 1¼% zu stark, so dass er dem»æuwpey so ängstlich ausgewichen ist?


