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wirksamste weise zur einkleidung der evangelischen geschichte verwendet, so Können wir erwarten, dass auch die naturanschauung selbst, eine niedere stufe jener aus den höchsten freuden und schrecken der natur hervorgegangeunen gottesahnung, in aller der stärke und lebhaftigkeit, wie sie dem Deutschen eigen war und poch ist, zum schmucke der ereignisse des lebens Christi verwendet worden sei. doch ist es kein schmuck im gewöhulichen modernen sinne: es ist das freudige naturleben des deutschen volkes, welches in aller wahrheit und stärke der evangelischen geschichte geliehen wird, um diese ge- schichte als eine eigene, eine deutsche geschichte zu erkennen, sie mit zu empfinden, mit zu leben als ein stück des eigenen heimatlebens. selbst kleine züge können dafür zum belege dienen: so wird der oelberg beschrieben als én märi berg, bréd endi höh, grõni endi sconi 129 1; und auch andere beschreibungen zeigen ganz eigens deulsche berge: so steigt Christus um dem volke zu entgehen an lhena slénholm 828, in der nacht da er verraten wurde, hoöhor an thiu holmclibu 144², zur transfiguration an thena hôhan walt, stén endi berg 95²4; vgl. die schon oben erwähnte burg auf der hohen holmklippe. besonders lebhaft sind die beschreibungen glänzender himmelserscheinungen, die sich mitunter in alten epischen formeln zu bewegen scheinen, mithin auf ältere, vielleicht my- thologische, lieder zurück bezogen werden dürfen. bei der transfiguration heisst es 966: epurdun imo is awangun liohte, blioandi so thiu berhle sunne: so skén thal barn godes; liuhle is Uohamo, liomon stôdun wanamö fan lhemu waldandes barne: genae ejus lucidae factae: sunt, fulgurantes sicut candidus sol: sic splenduit Dei filius; eluxit corpus ejus, jubar stetit cum claritate coram filio rectoris; ebendaselbst heisst es 96²21: 30 kilet hiu luft an tue(in duas partes aer diffluxit), ganz wie 12·—s gesagt wird: gisähin finistri an lus telätan an lufte(viderunt tenebras in duas partes divisas in aöre); und dann wird fort- gefahren: lioht awolcan skén glitandi glimo, endi thea gödun man ꝛvlitiscõni bewarp, clara nubes luxit, splendidus nitor, et bonos viros splendore faciei affulsit. dazu halte man die schöne schilderung der sonneunfinsternis 168-11, so wie die schon erwähnte beschreibung des zur öffuung des grabes herabfahrenden engels 17122—24, dessen antlitz strahlend und mildglänzend(bereht endi blidi) wie das licht des wetterleuchtens(all sô blicsniun lioht), und dessen gewand 1713 2 winlarcaldon snéioe gilicést War: Wer sieht nicht bei diesem worte das gefilde mit der leuchtenden tiefen schneedecke des nordischen winters über- zogen! dazu kommen die schilderungen des erdbebens 131²21¹; 168385-34;; 171²⁴, vor allem aber der meereserscheinungen, zumal des seesturms, welche des wahrsten lebens voll sind, und von dem freudigen seeleben der stämme, welchen diese poesie angehört, eben so schönes zeugnis geben, wie die analogen schilderungen der angelsächsischen poesie im Beovulf und Andreas. 681² zichen die wetterweisen männer die segel auf, und lassen dahinter den wind hineinstossen über den meerstrom;— da begann des wetters kraft; eine
sturmwolke(ust) steigt auf, die wogen wachsen, schwarze wolken.(gisuerc) schwingen


