Aufsatz 
Deutsche Altertümer im Hêliand als Einkleidung der evangelischen Geschichte : Beiträge zur erklärung des altsächsischen Hêliand und zur innern geschichte der einführung des Christentums in Deutschland / von A. F. C. Vilmar
Entstehung
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pe thesoro weroldi, tunc venit diei ortus, cum claritate in hunc mundum. zweimal ſinden wir es bei der angabe der geburt(empfängnis) eines kindes: 517(der engel verkündet dem Zacharias) thi wird kind Jung giboran cunnies gödes wanum te lhesero weroldi, tibi puer nascetur bonae progeuiei cum claritate in hunc mundum; 13 ²21(von Maria) tho siu énis! that barn antféng wanum le thesoro weroldi, quum primum puerum concepisset cum claritate in hunc muhdum. zweimal von der auferstehung der todten 125 eros antwundun that giiwadi, wanum du arés lazarus te thesumu liohte, viri revolvebant vestes, cum cläritate resurrexit Lazarus ad hauc lucem; 171 1: wanom upp astuod frithubarn godes, cum claritate resurrexit filius pacis Dei. einmal endlich erscheint es in der begleitung von nahton(noctibus) in der erzählung vou den Wächtern am grabe: sia obar themo grabe sdtun, rõros an lhero nwahtun, wanom nahlon bidun undar iro bördon 1714. ist der vers wanom nahton richtig, und nicht etwa wanamon nahton zu lesen, so würde er, wären die verse im Heliand regelmässiger als sie sind, zunächst für die auch schon von Grimm ange- nommene, mir sehr zwéifelhafte länge des vokals: waàn, mit noch strengerer notwen- digkeit beweisen, als 125¹⁴ und 171; sodann aber wird wanom auch nicht zu nahton, sondern, den übrigen stellen analog, in adverbialer geltung ¹) zu bidun gehören: noctibus (per noctes) cum claritate exspectabant sub clypeis suis. es scheint dieses wwan(wan) das hervorbrechen des lichtes aus dem dunkel, das hervorscheinen des blauen firmamentes mit den sternen zwischen wolken, das hervorgehen des kindes(welches an liudeo lioht kommt mit lik scôni, fet fagar nach 6 ¹⁴) aus dem dunkel des mutterleibes, und das gauz analoge auferstehen des todten aus der finsternis des grabes zu bezeichnen, eben so aber vielleicht auch das keimen und wachsen der pflanzen aus dem dunkel der erde, wenigstens wüsste ich. 73 ¹½2 das wahsen wanlieo nur auf diese weise befriedigend zu erklaren. da das wort jedoch in einer älteren form, als die dat. plur. im Héliand er- scheinen, vorkommt, und wie es scheint, als stehendes epitheton gebraucht wird, so wird es schwérlich rein physisch? mit hellem hervorbrechen, sondern zugleich auch mythologisch zu nehmen sein: unter hellen blicken(der sonne, des himmels, wobei man an die berhtun giscapu und torohteon tidi denken muss) selbst hell und freudig hervor- brechend und wachstum, gedeihen, verheissend, gleichsam das bonis avibus, bono omine der Römer, das ã-⸗αονυ der Griechen vertretend. am bestimtesten scheint mir dieser sian in der stelle 132¹ zu liegen, und das wanum derselben sich ganz sichtlich auf die helle erscheinung des engels und dessen heilverkündende botschaft zu beziehen. eben so

1) diese deutlich hervortretende adverbiale stellung von wanum hält mich ab, das wort mit Grimm gött. anz. 1831, no. 8 s. 74 für ein adjectivum zu erklären. Sohmeller im glossar ist für den dativ eines substantivs gestimmt, lässt sich aber durch die vermeintliche einerleihéeit von wanum und

wanamon wieder ablenken.