Aufsatz 
Deutsche Altertümer im Hêliand als Einkleidung der evangelischen Geschichte : Beiträge zur erklärung des altsächsischen Hêliand und zur innern geschichte der einführung des Christentums in Deutschland / von A. F. C. Vilmar
Entstehung
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fan radure faran, an fetherhamon auf die mythologie gelten, so dürfte es nicht zu gewagt scin, auch das wundun thurh thiu wolcan 1224 131, welches von den die geburt Christi verkündigenden engeln gesagt wird, und nur in diéser stelle vorkommt, für eine, der schilderung des wolkenfluges der walküren eigens angehörige redensart zu erklären, wie- wol allerdings zuzugeben ist, dass es auch ganz einfach reversi sunt per nubes bedeuten könne. noch leiser ist der anklang an die erscheinungen der wesen des heidnischen mythus in den worten, welche der dichter dem engel bei der annuntiation leihet, und wozu der text keine directe veranlassung bot 12%: ne quam ie thi te enigun fréson venpa. ne dragu ic énig drugithing, non veni ut in aliquod vitae discrimen'te adducam, non affero aliquem dolum(aliquam rem bellicam); es soll der schauer, der gedanke an krieg und schlächt abgewehrt werden, welcher dem heidnischen deutschen bei der erwähnung von erscheinungen höherer wesen nahe lag(vgl. Grimm Myth. 389).

Dass die ausdrücke reginblind 1093 von den blinden vor Jericho, reginscatho 163¹ von Barrabas, 1651⁸ von den kriegsknechten, und zeginthiof 49¹⁸ cf. regutheofas Caedmon 212 2 mythischen sinn einschliessen, ist kein zweifel; am nächsten liegt es, das regin hier ganz so zu nehmen, wie in reganogiscapu, regangiscapu: der durch einen schluss der ratenden, ordnenden götter, von aufang an blinde, der zum schädiger oder diebe durch die ragini bestimte. halten wir jedoch die scheinbaren synonyma thiodscatho, liud- scatho(ein schädiger im volke, für das ganze volk) neben reginscatho, so liegt es fast nahe, an einen blinden, einen schädiger, einen dieb unter den höheren wesen zu denken; reginblind wäre dann ursprünglich bezeichnung eines gottes(Wuotans), reginscatho und reginthiof des götterähnlichen Loki, und nachher erst, jedoch eben im ausgezeichnetsten sinne, welchen weder liudscatho noch thiodscatho erreichen, auf menschen übergetragen.

Uuter den vielfachen bezeichnungen und umschreibungen des todes und des ster- bens ¹), welche im Héèliand vorkommen, ist ausser den oben angeführten wurd, wurd-

1) von Schmeller sind sie im glossar, wie begreiflich, nicht sämtlich aufgeführt; ich stelle sie hier zusammen, wäre es auch nur, um eine vergleichung mit unserer jetzigen ausdrucksweise zu veranlassen. 1) eigentliche ausdräcke für mori: döian, der älteste und allgemeinste ausdruck, ahd. towjan, aus dem starken verbum diva dän devum divans geflossen, wovon im goth. nur das ptic. praet. übrig ist; das ptic. praet. des schwachen verbi ist unser tôt(sehr überffüssig todt geschrieben). die eigentliche bedeutung ist exspirare, consumi, ausathmen. sterban, von mühseligkeit, arbeit und hunger aufgerieben werden. suéltan, eines schlimmen todes sterben, ursprünglich des hungertodes. guélan, langsam(und schmerzlich) hinsterben, ursprünglich auch vom untergang der sonne gebraucht. 2) umschreibungen? afgeben gardõs(domicilia relinquere); afgeban gadulingo gemang(coetum propin- quorum relinquere); that ferah is af them folke 169²3(vita. procul a populo est); Forlatan liudio dröm, forl. manno dröm(relinquere jubilum hominum, virorum), Jorl. eldeo barn(relinquere filios hujus aetatis); wendean af thesero weroldi 14, hinan wendean, averti ab hoc mundo, abhinc). that lif geban

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