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ein zeichen geben, eine grenze bestimmen, ein ziel aufstecken(vgl. Graff 2, 850): vielleicht ist die vermutung nicht zu kühn, in diesem metod, dem messenden gott, welcher die grenzen bestimmt, statt eines in der älteren zeit doch unzulässigen abstracten gottheits- begriffes den Donar mit seinem hammer und dem, doch ohne frage auf Donar zurück- zuführenden hammerwurf, durch welchen die grenzen des landbesitzes bezeichnet wurden ¹)— zu suchen. man nehme hinzu, dass das kreuzeszeichen an die stelle des alten heidnischen hammerzeichens trat, dass der kampf Thors mit dem midgardsormr auf den kampf Christi mit der alten schlange, dem teufel, übertragen wurde, und dass noch sehr spät der einschlagende blitz für die gläckliche, einweihende vorbedeutung eines unternehmens galt(d. Mythol. 165. 166.), so wird es begreiflich, dass die christlichen dichter gerade diesen heidmischen gottesnamen beizubehalten wagten. aus dem landab- messen und markenbestimmen mag sich denn auch später der allgemeinere begriff des gebens von form und mass, des schaffens und bildens der creaturen entwickelt haben (Myth. 20), und in dieser verallgemeinerung war die beibehaltung des metod mit seinem alliterationsstabe markon um so weniger anstössig.
Merkwürdiger sind die deutlichen spuren des polytheismus, welche in unserem gedichte angetroffen werden. 66¹% und 14711 erscheinen melodo giscapu mensorum de- creta, 7913 C., 103G regano giscapu consulentium decreta; es sind die ratschlüsse der götter, aber dieser polytheistische ausdruck hatte sich bereits so abgestumpft, dass das uneigentliche, den genitiv des plural enthaltende compositum einem eigentlichen compositum ähnlich zu werden begann, wie die form metodigiscapu 6711 zeigt, und endlich wirklich in ein eigentliches compositum übergieng: 79¹³ hat M. regangiscapu, 14711 C. metud- giscapu; längst vorher aber schon Caedmon 104³1 metodsceaft(von Thorpe fälschlich durch Godhead übersetzt, vgl. vyrda gesceaft 224°). den eigentlichen sinn von metodo- giscapu, reganogiscapu hat man wol zur zeit der abfassung des Hêliand kaum noch mit bestimmtheit gewusst, vielmehr nur den allgemeinen, abstracten: göttlicher ratschluss, darin gefunden. weit auffallender ist es, dass 3²3 auch rixi im plural vorkommt. es ist von dem tempeldienste des Zacharias die rede: so he thö thana wiröe drög, ald aftar them alahe, endi umbi lhana altari géng mid is röcfalun ritiun thionon, fremida Verhtllico fraon sines godes iungarscepi; quum thus ferret, senex in templo, et circum altare ambularet cum thuribulo ut diis serviret, functus est pie domini sui, dei ministerio. wer sind die rikion? dass riki synonym mit gott gebraucht werde, geht aus 155²² unwidersprechlich hervor: der hohepriester spricht: that gihôrid her nu manno filu rinko an thesumu rakude,
1) Grimm D. R. A. s. 64. Myth. 165. umständlicher: deutsche Grenzalterthümer s. 18— 21. nach den resultaten dieser letzten untersuchung, welche mir durch des verfassers güte eben zukommt, während dies gedruckt wird, kann sich metod auch auf Wuotan beziehen.
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