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genannt. ein anderes auf gleiche weise verwendetes wort ist mirki(tenebrosus); der teufel heisst 3124 mirki ménscatho(der finstere grausame schädiger). dieses wort kommt ausserdem nur noch zweimal im Héèliand vor: mirki méên(44 ¹⁴ dirum flagitium) vom ehe- bruch und mirkiun däcli 16825 vom essig, welcher Christo gereicht wird, und gehört zu den ältesten schilderungswörtern der sprache, ist jedoch im hochdeutschen früh verloren gegangen, oder wenn das mhd. murc wirklich dasselbe ist, früh gänzlich verdunkelt worden. es alliteriert Beov. 2809 mit mör, und wird gebraucht zur bezeichnung des finstern, moorigen, wüsten waldes, dessen wurzeln das wasser bedeckt(Beov. 2728), vor dem der heidgänger, der hirsch, auch von den hunden gehetzt und dem tode preis gegeben, sich scheuet, und in welchem die ungeheuer der tiefe wohnen(vgl. auch den anhang zum ags. menologium bei Hickes 2,219 f. Dhyrs scal on fenne gewunian, âna innan lande, gigas in palude habitabit, solitarius in terra); miricwvidi war ein solcher wald an der elbe, welcher geschichtlich diesen namen behalten hat; möglich, dass auch die Murg ein fluss war, welcher durch einen solchen wald der finsternis und des gespenstigen grauens (den schwarzwald) strömte. wird nun der teufel, wie er Christo als versucher nahet, mirki genannt, so erweckt dieses wort auf die wirksamste weise alle gedanken an das grauen jeuer wilden waldfinsternisse und ihrer ungeheuer, für den Sachsen ohne zweifel direct an Grendel und dessen mutter: eine eindringlichere, ergreifendere darstellung des bösen feindes, als durch diess einzige wort, konnte es damals kaum geben. auch das mirki mén des ehebruchs und die mirkiun dädi des essigreichens erscheinen durch dieses — wenn schon in diesem falle mehr abstract gebrauchte und dadurch sein absterben ver- kündende— wort in dem unhefmlichen lichte von thaten böser wesen der finstern tiefe. zudem heisst, wie hier der teufel ménscatho, so auch Grendel mänscatha Beov. 1417. 1468. an die, zumal in späterer zeit, dem teufel geliehene schwarze hautfarbe(mhd. hellemôr u. dgl. Grimm Myth. 945) ist bei mirki noch nicht gerade zu denken. eine andere hinweisung auf jene mythen von Grendel und dessen aufenthalte liegt in der angabe, dass Christus die vierzig tage in them sinaweldi zugebracht habe(33 ²⁰), in jenem tiefen weitausgedehnten walde ¹), dem firgenholt, wie er im Beovulf(2786) heisst, der noch in späteren sagen, wie im Eggenliede, und in der bekannten darstellung„dass das eichhörnchen sieben meilen über die bäume laufe“(Grimm R. A. 497) seine rolle spielt. auch mehrere andere bezeichnungen, welche dem teufel und seinem heer von dem dichter gegeben werden, sind offenbar der alten sagenpoesie entlehnt; vor allen der ausdruck the dernio 164%; dernea avihli 31²⁰°; 923. eben so werden die ungetüme aus Grendels geschlecht Beov. 2713 dyrne gaestas genannt. das wort bedeutet nicht bloss
1) sinweldi wie sinsconi(lux aeterna), sinlib(vita aeterna), sinnaht(nox aeterna) und ahd. sinvluot, singruoni.


