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bestimmen, um eine möglichst genaue Zeichnung zu bekommen: so würde dennoch in der Ausführung Vieles wieder dem Orts- gedächtniss und der Phantasie überlassen bleiben, denen man also durch möglichst wenige Punkte nur eine Unterstützung geben, nicht aber durch möglichst viele die Krücke zur Bürde machen darf.
Hatte nun jeder Schüler zu Hause die Karte noch einmal aus freier Hand zu Papier gebracht, und dem Lehrer vorgezeigt: so war nun die nächste Sorge, dass jeder Schüler sie auch an der Schultafel entwerfe. Desshalb liess ich an die sehr grosse Wand- tafel drei Schüler zugleich das Land in beliebigem Massstabe ent- werfen. Unterdess zeichneten die andern Schüler nach, und ich verbesserte nachher die Tafelzeichnung. Von den zu Hause ge- zeichneten Karten erklärte ich allemal diejenige für die beste, die ganz aus der Phantasie des Schülers, und gar nicht durch mecha- nisches Nachzeichnen der gestochenen Karte entstanden war. Dann fuhr ich in der eigentlichen Landesbeschreibung fort; liess aber doch noch in jeder folgenden Stunde drei Schüler an der Tafel zeichnen, während ich fortlehrte oder abfragte, und widmete dann noch einige Augenblicke der Verbesserung der Tafelzeich- nung. Ich ruhte nicht eher, bis die Schüler soviel Fertigkeit er- langt hatten, dass ihre Hand keine Fehlstriche mehr that, so wie
der Mund sich bei dem gut auswendig Gelernten nicht mehr ver- 5 2


