Aufsatz 
Ueber Begriff, Bedeutung und Methode der geographischen Unterrichts / Friedrich Carl Reinhard Ritter
Entstehung
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bunden, sondern verschmolzen sollen sie miteinander werden, weil die Naturwissenschaften das Mittelglied zwischen Anfang und Vollendung des geographischen Unterrichts, also ein integriren- der Theil desselben sind, so dass beide, getrennt von einander, unlebendig und unfruchtbar, verschmolzen zu Einem Wesen erst lebendig und Leben erzeugend sind. Nur bedenke man, dass der Zweck des naturwissenschaftlichen Unterrichts auf der Schule nicht sein kann: den Schülern ein vollständiges System von Mi- neralogie, Botanik und Zoologie, Chemie und Physik einzuprä- gen; sondern nur sie mit den merkwürdigsten und nützlichsten Geschöpfen und Erscheinungen der Erde und ihres Lebens be- kannt zu machen; der formale aber: sie zur treuen Naturbeob- achtung und Liebe zur Natur anzuleiten, und dabei alle Geistes- kräfte in Thätigkeit und Uebung zu setzen. Den materialen ha- ben Geographie und Naturkunde mit einander gemein, indem die Eine mehr von Aussen, die Naturkunde mehr von Innen mit dem Leben der Erde bekannt macht. Ja er kann vollständig nur durch eine Vereinigung beider erreicht werden. Denn so wie der geo- graphische Unterricht trocken und todt ist, der, wenn die Reihe an die Produkte kommt, nur ihre Namen nach dem Compendiuam ableiern lässt ohne Anschauung, Bild und Beschreibung: so ist auch der naturwissenschaftliche, namentlich der naturgeschicht-

liche todt, der nicht die Verhältnisse und Umgebungen schildert,

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