— 13—
getreten ist, um dieses Feld des menschlichen Wissens anzu- pbauen und zu erweitern: so wird ja wohl vorerst keiner auf den Namen eines Gebildeten Anspruch machen, der nicht selbst leb- haften Antheil an dieser Wissenschaft nähme, und ihr Studium als ein des Menschen als solchen würdiges anerkännte, weil es thierisch wäre, zu leben, ohne zu wissen wo? an welcher Stelle des Weltalls? auf welchem Körper und auf welcher Stelle dessel- ben? unter welchen Verhäaltnissen und Einflüssen der Natur? wo- von? unter welchen Naturgenossen? in welcher Gesellschaft? auf welcher Stufe der Bildung und gesellschaftlichen Verfassung?
So gewiss also die Erdkunde und die von ihr unzertrennli- chen Naturwissenschaften, die wir so eben stillschweigend mit einbegriſfen haben, Kenntnisse enthalten, die den Menschen als solchen ansprechen und ihm nützen: ebenso gewiss müssen die Elemente dieser Wissenschaft schon in der Jugend erlernt werden.
Aber das Bedürfniss der Jugend kommt uns auch entgegen und verlangt Befriedigung. Denn gerade die lebensfrischesten und sinnigsten Knaben fühlen sich stark von der sie umgebenden Na- tur angezogen, leben gern in ihr, und sammeln und ordnen ohne Hülfe eines Lehrers; ja bei sehr vielen dürfte dies Sammeln, Be- obachten und Ordnen von Naturgegenständen der erste Anfang wissenschaftlicher Selbstthätigkeit genannt werden.
Noch von einer dritten Seite empfiehlt sich die Hervorhebung


