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ten. Diese Betrachtung der Erde in Bewegung führt natürlich zu der Vertheilung und dem Wechsel des Lichts und der Wärme auf derselben. Da dies nun ein Gegenstand ist, welcher der Ma- thematik und Physik zugleich angehört; so bildet er einen pas- senden Uebergang zur physikalischen Geographie, in welcher die Erde als Naturkörper von bestimmten Bestandtheilen mit bestimm- ten Kräften angesehen wird. Gegenstände dieses Abschnittes sind: das Wasser, die Atmosphäre, das Klima, das erst jetzt, nach einer Uebersicht über die Vertheilung von Wasser und Land und über die Bodengestaltung, nach Regel und Ausnahme vorgetra- gen werden kann, die merkwürdigen Erscheinungen der Atmos- phäre, endlich die Vulkane und die Erdbeben. Mit der Lehre von den todten Naturkräften ist aber die Lehre von den, durch dieselben hervorgebrachten todten Naturkörper, oder der Erde in mineralogischer und geologischer Rücksicht verwandt, und zu-— gleich bildet dieser Abschnitt einen Uebergang zu der dritten Ab- theilung der Geographie, wo die Erde biologisch, als belebt von Pflanzen, Thieren und Menschen, betrachtet wird. Nur, wie schon gesagt, nicht so äusserlich redet die Geographie von die- sem Allen, dass sie bloss Stoff und Thatsachen zusammenhäufte; sondern sie betrachtet jede Lebenserscheinung der Erde und je- des Lebendige zugleich im Zusammenhange mit allen andern und
in der Wechselwirkung auf einander, wie z. B. die runde Gestalt


