der allgemeinen Landesſchulen, genau vor Augen. Der erſte und einzige Ziweck aller Lehr⸗ und Exzie⸗
hungsanſtalten, und alſo auch der meinigen ſoll und
muß ſein: zur Biſdung frommer, rechtlicher, wohl⸗ geſtekefer, benuchöar und alſo ehrenwerther und moͤglichſt gluͤcklicher Menſchen ſo oiel als moͤglich beizutragen... Das Lokale meiner Anſtalt,(Jad enſtraſte No. 3, unweit der Koͤnigsſtraße,) iſe von den mich beſuchenden Schulfreunden bequem und zwermaͤßig eingerichtet be⸗ funden worden. In zweien Zimmern werden die, in den mehrſten Lehrſtunden in zwei Klaſſen getheilte, Schuͤler unterrichtet... In den ſechs Wochentagen vom Sonntag bis zum Freitag wird taͤglich von 9— 12 Uhr Vormittags und von 2—5 Uhr Nachmittags— Sonntags Nachmittags ausgenommen— Unterricht ertheiſt. Die Gegenſtaͤnde des Unterrichts ſind folgende:
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2 r. Leſen.—
„„Dei der Autveiſung ſo wohl zum denrſch⸗ als he⸗ braͤiſch Leſen habe ich die Olivierſche Methode au⸗
. gewender⸗ und dieſen, an ſich trorknen und langwei⸗ i
gen, Unterricht fuͤr das Kind leichter, unterhaltender und angenehmer zu machen geſucht. Meine Schuͤler muͤſſen richtig, verſtaͤndig und ſchoͤn leſen keruen. Ich nehme daher auf reine, deutliche und wohlelingen e Ausſprache beſondere Ruͤckſicht, und verbinde mit dieſem ÜUnterricht Uebungen im R ezitiren und Deklamiren.: Bei dem. Unterricht im hebraͤiſch Leſen wird des Heren Benſeeb 0 ode nebſt meiner zu dieſem Behuf entworfenen Tabelle— zu dem Ueber⸗ ſetzen das vortreffliche Leſebuch des Herrn Profeſſor Wolfsſohn, 15eR gebraucht. Auch hier wird, wie geſagt, die Olivierſche Me⸗
hode benutzt, um dem Kinde, das ihm ſo ſchwer fallende
hebraͤiſche Leſen faßlicher und leichter zu machen, ſo


