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len Tadel war, ſo wird er fur die nächſte Woche dispen⸗ ſürt, d. he jede Beaufſchtignng ſeiner Vorbereitung fällt weg, er iſt an keine Präparatiousſtunde gebunden, er wird felbſtſtändig gemacht*). Wir verkrauen zu ihm, daß er das Ziel, dem wir mit allen unſeren Einrichtungen nachſtreben, erreicht habe, und dieſes Vertrauon wirkt als mächtiger Trieb zu fernerem gleichem Ciſer. Nechtfer⸗ tigt er daſſelbe nicht, ſo ſtell er ſich dadurch von ſelbſt wie⸗ der unter die gewöhnliche Bevormundung.
Wenn zu befürchten iſt, daß bei anderen Belohnungen durch dußerliche Zeichen die Einbildung ſih mehr auf das
„Zeichen, als auf die ache firire, ſo iſt dagegen die Veloh⸗ nung durch Diöpenſatinn rein geiiger Natur. Dann ſoeiſt ja das geiſiige Ziel ſelbſi, zu welchem wir alle unſere Schü⸗ ler hinfähren wollen. Als ketztes Glied der übrigen be⸗ lohnenden Abſtufungen vergeiſigt ſie aber alle vorhergehen⸗ den, indem die Spannung weniger auf den vorher⸗ gehenden haftet, vielmehr alle Einbildung auf das letzte Glied gerichtet iſt.
Der Dispenſation zunächſt vorhergehend und unterge⸗ orduet iſt die Auszeichnung, daß auf einer in einem jeden Schulzimmer auſgehängten ſchwarzen Tafel neben den Na⸗ men des auszuzeichnenden Schülers ein gelber Nagel cingeſchagen wird. Wir geben dieſer Art von Velohnungen vor anderen älnlichen darum den Vorzug, weil ſte ſch rein auf das Schulzimmer beſchränkt, keine Vorzüge oder Nang⸗ verhältniſſe der Schüler unter einander begründet, weil die⸗ ſes Autriebsmittel zum Fleiße jedem in jeder Stunde vor den Alugen ſteht, und weil er darnach zu jeder Zeit ſeinen Werth vom laufenden halben Jahre mit Anderen vergleichen und ſich ſelbſt meſſen kann.
*) Wi hatten mahrnals in dem bauſe dſts Sommers die Freude, ber tue Rußt un is Gaarn 9 henäln bereſien e rn.


