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hung bietet Vortheile dar, welche wir nicht verbürgen können, nemlich die ganz individuelle Vehandlung des Zögkings und die ausſchließliche Nichkung der Erzie⸗ hung und des Uuterrichts auf den Einzelnen. Hingegen ge⸗ währt das Zuſammenſeyn und Leben eiuer größeren Zahl von Kuaben in ſich ſchon ein ſolches Erziehungs⸗ und Bildungömittel in ſo viellerlei Hinſccht, daß es durch Eizeleriehung nicht erſezt werden kaun. Daher er⸗ gab ſich aus dem bezeichneten Verhältniſe gleich eine der erſten Aufgaben des Iuſtitutes; jene Rachtheile durch ſeine Einrichtungen auszugleichen. Es beſchränkt daher die Anzahl der Schüler ſo weit, daß die Veach⸗ tung der Individnalitäten noch immer zum grohen Theil möglich bleibt; daher ſind die Kinder im Unterricht in vie⸗ lerlei leinere Kreiſe je nach dem Bedürfriſe eingetheilt; da⸗ her werden über jeden Schüler mancherlei Tabellen und Tagebüicher gefuhrt; und daher endlich iſt es das Beſtreben, den Geiſt der Arſalt ſo zu lenken, daß er durch ſich ſerbſt erziehend und zum Idealen anſtrehend werde. Rach der Seite zffenelicher Inſttute hin, ſo hat in jnngeren Iahren der Knabe das Bedürfniß, daß er ſich eng an ſeine Fuhrer anſchließe, daß der Lehrer auch über die eigentlichen Lertionen hinaus ihn in allen ſeinen Bebürf⸗ niſſen ergründe und darnach behandele, mit einem Worte, daß Unterricht und Erziehung väterlich ſeyen. Wenn in dieſer Hinſcht ſſentliche Schulen den Prisatinſtituten nach⸗ ſtehen, ſo beſcheiden wir uns dagegen gerne, daß wir in vorgerückteren Jahren unſern Schulern jene allſeitige Ausbirdung nicht geben knnen, welche Staatanſtalten zu gewäßren die Miteel haben. Rur den Wanſch hege ich im⸗ mer, daß es mir möglich ſeyn moͤchte, unſere Zöglinge bis zu jenem Ziele zu führen, wo ſie durch Jahre und Erzie⸗ hung dahln gekonmen ſind, daß ſe jene Selbſttändigkeit er⸗ langt haben, welche ſie antreibt, auch in anderen Verhält⸗


