10
hineeicheuder Grund füir mich die frauzöſſche Sprache in meiner Unter⸗ tlchsanſtalt lehren zu laſſen, wenn ſie auch nicht von jedem Jinglinge, der ſich den Wiſenſehaften widmen will, und nach einer allgemeinen geünd⸗ lichen Bildung ſtrebt, gefordert würde.—
Mich weiter hierüber zu verbteiten, iſt nicht meine Abſtcht, vieb mehr wil ich hier darthun, wie die ftanzöſſſche Sprache in Elementarſchu⸗ len gelehet und ſchon mit Kindern als Verſtandes⸗ und Geddchmißübung getrieben werden könne.—
So wie in der deutſchen Sprache werden auch Kinder der inteen Claſſe van 4. bis 6, Jahren in der franzöſtſhen Sprache auf folgende Weiſe un⸗ terrichtet. Man lüßt die Gegenſtände, welche ſich dem Auge der Kinder darbieten, benennen und ſagt lhnen hierauf dle franzöſche Benennung. Mi den Gegenſtinden, welche ſich in dem Unterricktszimmer befiden, kann man etwa den Anfang machen, dann in das Wohn: und Schlaffim mer, hierauf in den Hof, Garten:c. übergehen.—
Iſe dieſe Uebung zu einiger Fertigkeit gebracht, ſo laßt man über die Gegenſtände, deren Nahmen den Kindern bekannt ſind, zuſammenhängende Sätze bilden, z. B. in der Schulſtube ꝛc. iſt, in der Schulſtube findet man, ich ſehe in der Schuiſtube ꝛc. Hierauf läßt man die einzelnen Theile der ſchon genannten Sachen nennen ꝛc.
In der zweiten Claffe, worin in meiner Anſealt Knaben von 6— 8. Jahren ſind, wird dann neben jenen Uebungen auch der Aufang im keſen gemacht, und zwar aif folgende Weiſe:
Man zeigt 3. B. den Klndern zuerſt die verſchledne Ansſprache des e.
Man ſchreibe ihnen Sylben an die Tafel, welche alle(nuſſer deme.) nur ſalche Buchſtaben enthalten, die, wie im Dentſchen, ausgeſprochen werden, und welche dahee die Schüler ſchon in der erſten Stunde vewohn,
ue


