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Die alte Methode des lateiniſchen Sprnchunterrichts erkannte tuan ſchon früher für uizwechmäſſtg, und ſchlug vor,, ſie durch Ueberſetzen und Syrechen dem Knaben einzuiben, ſie alſs gleich einer tebenbigen Sprache zu behandelr.— Es wurde indeſſen dieſe Methode für verwerſtich erklürt, nicht weil ſie an und für ſich unhaltbar war, ſondern weil man zu unme⸗ thodiſch dabey verfuhr, vorzüglich aber, weil ſich nur wenige Lehrer fanden, welche Uebung und Fertigkeit genng im richtigen und guten Ausdruck des Lateiniſchen hatten(ſogenanntes Küͤchen⸗Latein aber kann nicht unter die guten Bildungsmittel gezählt werden), und alſo die Erfahrung für dieſen Vorſchlag kein günſtiges Reſultat geben konnte..
Herr Reetor Seidenſtücker brachte ſie aber wieder zi Ehren, und es wird ſeinen Lehrbüchern der lateiniſchen, franzöſiſchen und griechiſchen Spracht jeder, der ſie peactiſch kennen kernt und ſich ſo von der Treffich kait derſelben üiberzengt und erkennet, welche unerwattete Fottſchrite bey dem eichtigen Gebrauche derſelben die Kinder machen, die ionen gebührende Eupfehlung nicht verſagen.:)
Nach dieſem Buche läßt ſich ſchon mit S führigen Kuaben, die, wie es ſich von ſelbſt verſteht, bereits in der deutſchen Syrnche gehörig geübt ſemn müſſen, anfangen.— In früheren Jahren, und ſelbſt in dieſen Jah⸗ ren nach der gewähnlichen Methode anzufangen, wirde bey den meiſten Inahen, wie ich aus eigenet Erfahrung weih, Ueberdruß gegen die Sprache dervorbeingen— und Zeitverſchwendung ſeyn.
Dis Meihode ſt— in möglicſter Kürze dargeſtelt, ungefähe fölzende.
Jedem Sticke ſind die nurhigen Voeabeln beygefigt, welche der Schülte aus⸗
Anmerkun g. Eben da ich diefes Schriftchen der Preſe übergeben wil erſehe ich aus iffentlichen Blättern, daß ein zu fruͤher Tod dieſen um die Bildung der Jugend hochverdienten Lehrer, von welchem noch ſo vieles Vor⸗ iglice iu hafen wir, hinveggereft ht, briede einer iche!—


