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gefunden, etwas meldet. Wir wissen daher auch nur, dass die Triboccher schon zu Strabo's Zeit¹), also um das Jahr 20 n. Chr., die beiden andern aber im Jahre 50 n. Chr. ²) in Gallien sesshaft waren. Dass die letzteren aber wirklich erst in späterer Zeit, erst nach dem Jahre 20 n. Chr. dort angesiedelt wurden, vermuthe ich daraus, dass zu Strabo's Zeit noch die Mediomatriker einen Theil des linken Rheinufers inne hatten, was später, wahrscheinlich in Folge jener Ansiedelung, nicht mehr der Fall war. Die Wohnsitze dieser Völker scheinen, von ihrer Niederlassung in Gallien an bis zu ihrem Untergang, im Ganzen dieselben gewesen zu sein. Wenigstens steht soviel fest, dass die Reihefolge, in welcher diese Völker am Rhein hin wohnten, seit dem Jahre 50 n. Chr. unverändert geblieben ist. Wenn man freilich Plinius folgen wollte, der die Völker des Römischen Germaniens von Süden nach Norden aufzählt, so würden die Nemeter von allen die südlichste Stelle einnehmen und darauf nach Norden hin die Triboccher und Vangionen folgen ³) Aber schon Tacitus, der doch auch die Bewohner dieses Landstrichs und zwar in derselben Richtung aufzählt, hat die ganz entgegenge- setzte Ordnung 4). Eben derselbe Schriftsteller nennt in seinen Annalen die Vangionen und Nemeter zusammen und zwar bei Erzählung eines Vorfalls, aus dem deutlich her- vorgeht, dass beide Nachbarn waren und nicht durch die Triboccher getrennt sein konn- ten ⁵). Es ist daher klar, dass die Folge, in welcher diese Völker bei Plinius und Tacitus in seiner Germ. vorkommen, rein willkürlich ist, und dass jeder die Ordnung gewählt hat, die ihm gerade mundgerecht war. Man sieht aber auch, dass diese Völker schon im Jahr 50 n. Chr. dasselbe Land inne hatten„ wie zu den Zeiten des Ptolemäus und selbst des Amm. Marcellinus d. h., dass die Vangionen am weitesten nach Norden,
¹) vergl. Strab. IV. p. 133. 2²) vergl. Tac. Ann. XII, 27.
3) Plin. H. N. IV, 31. Rhenum autem accolentes Germaniae gentium Nemetes, Tribocchi, Vangiones, hinc Ubii, Guberni, Batavi e. c. t., vergl. auch Wilhelm Germ. S. 121.
¹) Tac. Germ. c. 28 Ipsam autem Rheni ripam hauddubie Germanorum populi colunt Vangiones, Triboci, Nemetes. Ne Ubii quidem e. c. t.
5) Tac. Ann. XII. 27, Iisdem temporibus trepidatum adventu Chattorum latrocinia agitantium. Dein L. Pomponius legatus auxiliares Vangionas ac Nemetas e. c. t. monitos, ut anteirent populatores
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