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weit unterhalb Basel erreicht haben, wahrscheinlich noch im Lande der Sequaner, wo auch wohl die Schlacht vorfiel ²)y). Von da an aber hatte er noch immer einige Tagemärsche bis zu den Tribocchern, die zwischen Mediomatrikern und Trevirern wohnten ²). Aber statt diese aufzusuchen und zu vertreiben oder doch zur Unterwerfung zu bringen, kehrte er sogleich wieder um ³)(die Legionen kamen gar nicht einmal bis zum Rhein ⁴) und legte sein Heer in Winterquartiere in's Land der Sequaner und zwar ungewöhnlich frühe 5). Wie konnte und durfte er das, wenn noch ein Theil seiner Feinde in Gallien zurückblieb, der daher erst unterworfen oder zum Frieden gezwungen werden musste, ehe an eine Beendigung des Krieges gedacht werden konnte. Wie konnte Cäsar überhaupt von einer Vertreibung der Germanen sprechen ⁴), wenn ein nicht unbedeutender Theil derselben fortwährend seinen Wohnsitz in Gallien behielt? Von einer freiwilligen Unterwerfung dieser Völker, von Gesandten und Geiseln derselben ist ebensowenig die Rede. Eines von beiden aber hätte geschehen müssen, wenn sie wirklich in Gallien bleiben sollten. Es bliebe freilich nach der Annahme übrig, dass Cäsar dies Alles verschwiegen habe, entweder weil er es für zu unbedeutend und ge- ringfügig gehalten oder weil es ihm für seinen Ruhm vortheilhaft erschienen, die Sache zu verheimlichen. Aber das Erste ist nach dem, was wir schon erwähnt, nach der ganzen Stellung Cäsars zu Gallien und zu den Germanen und der Germanen zu ihm undenkbar und auch gegen Cäsar's Gewohnheit, der es sonst nie vergisst, wenigstens die Endresultate seiner Kriege genau und klar mitzutheilen). Das Andere aber anzunehmen,
¹) Denn das Schlachtfeld war 50000 Schritte vom Rhein entfernt; von Vesontio bis zum Schlachtfelde hatten die Römer einen Marsch von sieben Tagen auf weiten Umwegen zurückzulegen; sie werden daher auch nicht viel weiter wie 50000 Schritte in gerader Linie gerechnet zurückgelegt haben; Vesontio aber ist ungefähr 20 Meilen— 100000 Schritte vom Rhein entfernt.
²) Caes. IV, 10— Strabo VII. p. 133.
3³) Das geht aus Caes. I, 54 hervor.
¹) Caes. I, 53. hostes equitatu persequentem.
⁵5) I. 54 maturius paulo quam amni tempus postulabat.
6) III, 7 expulsis Germanis; denn von den Germanen des Ariovist ist hier die Rede, nicht von den Aduatikern, wie manche glauben, die aber von Cäsar gar nie Germanen genannt werden.
⁷) vergl. Caes. I, 28— II, 28 u. 33— 34. III, 16. 29. IV, 15. 16 u. A. m.


