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II. Ein neues Bruchstück einer Handschrift des Julius Valerius.
Turiner(T), einer Mailänder(A) und einer Pariser(P), sind noch mehrere Bruchstücke
vorhanden: 1) Zwei Blätter einer Baseler Handschrift hat Wackernagel in der Zs. f. deutsche Phil. 1860, 119— 122 veröffentlicht. 2) Das sogenannte Laus Alexandriae, nur Wenige Zeilen umfassend, bespricht Boysen, Philologus 1884, 308. 3) Von einem Göttinger Bruchstück, das aus zwei Blättern besteht, berichtet Volkmann in den Jahrb. f. Phil. 141, (1890), 792 A. 4) Verschieden davon scheint das Göttinger Bruchstück zu sein, auf das Cillié von Bruno Keil aufmerksam gemacht wurde(De Julii Valerii epitoma Oxoniensi. Straßburger Dissertation, 1905. S. XXVIII!). 5) Dazu kommt nun noch ein Helmstädter Bruchstück(Hl)), das um so erwünschter ist, als der betreffende Abschnitt, die Gründung von Alexandrien, in der Pariser Handschrift vollständig fehlt und in der Turiner Handschrift nur wenige Wörter noch zu entziffern sind.
Ein neues Bruchstück kann man es nennen, obwohl es seit mehr als hundert Jahren veröffentlicht ist; denn seine Zugehörigkeit zu dem Werke des Julius Valerius ist bis heute nicht erkannt worden.“ Es handelt sich um zwei Pergamentblätter, die Bruns in den Annales literarii Helmstadienses 1784, II, 3 ff. also beschreibt: Fragmentum in membrana scriptum est saeculo fortasse XII. vel XIII. charactere non ineleganti pertinetque ad codicem, quo historia Alexandri Magni incerto auctore comprehendebatur. Totum fragmentum, quod tegendo libro non magni pretii in bibliotheca publica Helmstadiensi inserviebat, binis constat foliis formae quadruplicatae, quorum prius sive priores duae paginae de Bucephalo, quem Alexander compescuit, referunt, posterius sive posteriores duae paginae(quos hodie edimus) ad conditam Alexandriam spectant.
Ob das Helmstädter Buch, dessen Einband die beiden Pergamentblätter bilden, nach Wolfenbüttel gekommen ist oder sich noch an seiner alten Stätte befindet, ist ungewiß; in dem v. Heinemannschen Katalog der Wolfenbütteler Handschriften ist nichts darüber zu finden.
Bruns druckt, wie bemerkt, a. a. O. nur den Text des zweiten Pergamentblatts ab, der dem Abschnitt S. 37, 2— 39, 5 in Küblers Ausgabe entspricht. Er sei im folgenden durch erneuten Abdruck leichter zugänglich gemacht.
(Kübler I 27):... lineam abligurisse. Id ergo portenti turbulentius Alexandrum for- midantem consuluisse protinus peritissimos coniectorum eorumque sententia consipivit, civi- tatem hanc non suis modo, verum etiam peregrinis populis ad alimonias uberrimam fore.
A ußer den drei mehr oder weniger vollständigen Handschriften des Julius Valerius, einer
den Aesopus für den Ubersetzer des Pseudokallisthenes. In Wirklichkeit ist Aesopus ebenso wie Kallisthenes eine der Personen, die als Verfasser für das griechische Werk selbst genannt werden. Die von Bruns angeführte Stelle aus Barth, Advers. V 14, hätte ihn auf den richtigen Namen führen können.


