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die Hauptquelle ist, während im zweiten Teil(Straßburger Handschrift) die Historia de preliis, und zwar in der Textgestalt J(His. B) im Vordergrund steht. Die Xhnlichkeit wird noch größer dadurch, daß sowohl der Seelentrost als das Alexanderlied am Schlusse das lter ad Paradisum zu Grunde legen. Es fragt sich deshalb, ob dem Wechsel in der Quelle nicht ein zu großes Gewicht beigelegt Worden ist bei der Beantwortung der Frage, ob die Sfraßburger Fortsetzung des Vorauer Alexander von einem anderen Verfasser herrühre.
Als Nebenquellen des Seelentrost-Alexander kommt noch in Betracht die Hiistoria de prelis in der Textgestalt l sSowohl wie J(Orosiusrezension). Ob die Ubereinstimmungen mit diesen Fassungen aus der Benutzung mehrerer Handschriften von Leos Werk zu erklären sind oder ob in den uns erhaltenen Vertretern der Klasse J(also in B und M) Lücken und Verderbnisse anzunehmen sind oder ob in der benutzten Handschrift der Klasse J Lesarten von H und Je angemerkt waren, das wird sich schwer entscheiden lassen. Für manche Stellen ist wohl auch unmittelbare Entlehnung aus Orosius anzunehmen, z. B. für die Zahl der Gefallenen bei Bruns S. 352: auf seiten des Darius 800001 Fußgänger, auf seiten Alexanders 130. 1
Außer Orosius haben noch Einzelheiten beigesteuert: Josephus den Durchzug durch das pamphylische Meer und die Fistoria scholastica des Petrus Comestor die Einschließung der von Gott abgefallenen Juden; von der letzteren Schrift sagt der Verfasser selbst, daß er sie benutzt habe.
Möglich wäre es jedoch auch, daß eine der sog. Mischrezensionen, wie sie Meyer in seinem oben angeführten Buche Il 52— 68 bespricht, die Vorlage gewesen wäre. Der Verfasser des Seelentrostes selbst nennt in der lateinischen Einleitung seines Werkes folgende Schriften als seine Quellen: Liber iste est collectus de diversis libris: de Biblia, de Passi- onali, de Historia scholastica, de Historia ecclesiastica, de Speculo historiali, de Decretis et decretalibus, de Cronicis diversis(Dessauer Handschrift: universis), de Vita patrum, de Dyalogo, de Compendio theologiae, de Summa Raimundi, de Summa Godfridi, de Summa Heinrici, de Summa vitiorum et virtutum, et de omnibus libris, quoscumque legere potero et audire.(Germania 24, 127; Geffcken, Bilderkatechismus 47). Es dürfte keine leichte Sache sein, festzustellen, ob in einer dieser Schriften die unmittelbare Quelle des Seelen- trost-Alexander zu finden ist.
ei fuit obyius Nicolaus, rex Acernanum; auch in der Historia de preliis fehlt eine Angabe über das jugendliche Alter des Nikolaus. Indes könnte der Verfasser des Seelentrosts das Wort„junk“ auch selbständig hinzugefügt haben, indem er aus der Bemerkung der Epitome, Nikolaus sei der„scolebroder“(conscolasticus) Alexanders gewesen, auf dessen Jugend schloß.
2) Bruns S. 363: Die Amazonen senden dem Alexander„Twe hundert juncfruwen“, bei Julius Valerius„quingentas etiam equites“; in der Epitome und in der Historia de preliis ist gar keine Zahl ange- geben. Es wäre möglich, daß unser Verfasser in Julius Valerius statt der römischen V eine II las— der Unter- schied ist nicht groß— und so zu der Zahl 200 kam; allein die Sache ist doch zu unsicher, als daß man dies als bewiesen ansehen dürfte.
Diese Stellen Sind also nicht derart, daß sie uns unbedingt zwingen, Julius Valerius selbst als Ouelle anzunehmen, zumal die Angabe, daß Nikolaus Alexanders Schulbruder gewesen sei, nur in der Epitome enthalten ist. Ubrigens bedarf das Verhältnis, das zwischen Julius Valerius und der Epitome besteht, noch sehr der Aufhellung, denn es lassen sich Stellen nachweisen, wo die Epitome gegen den uns erhaltenen Text des Julius Valerius mit dem Pseudokallisthenes übereinstimmt.
¹ Die Helmstädter Handschrift hat zwar achteyn dusent, doch ist die Zahl 80 000 durch die Gießener Handschrift und den Kölner Druck von 1484 gesichert.


