5— irgend einer Umarbeitung(9). Doch gehörten alle dieſe Bearbeitungen mehr dem Pri⸗ vat- als dem Schulgebrauch an, wahrſcheinlich weil ſich überhaupt zu Wenige dem mathematiſchen Studium als Fache widmeten, zum allgemeinen Bildungsmittel aber die Mathematik zu trocken ſchien. Als in der neuſten Zeit, vornehmlich durch Anre⸗ gung der Franzöſiſchen Revolution und nach Preuſſens Vorgang, die Mathematik als ſtehende und bei Prüfungen berückſichtigte Disciplin in allen höheren Schulanſtal⸗ ten Deutſchlands eingeführt wurde,(10), da konnte freilich Euklid, weil ſeine Strenge — die elem. Iibr. XV. una cum scholiis antiquis a Federico Commandino Urbinate. Pisauri. 1572 Fol. b) Eucl. elem. libr. XV. omnes perspicuis demonstrationibus accuratisque scholiis illustrati, auctore Chist. Clavio. Romae 1589. 8. und Francofurti 1607. c) Eucl. elem. a Barrovio. Lond. 1685. 12. d) Eucl. elem. geom. plan. a Baermann, Lips. 1769. 8. Arabiſche von Iſaac Ihn Honein. 4 Franzöſiſche: a) von Dechales. Paris. 1683. 8. b) von Rokault. à la Haye. 1690. 8. c) von Ozanam. Paris 1693.. Deutſche: a) von Lorenz Halle 1781. 8. Neue Auflage 1818; auch in einzelnen Ab⸗ theilungen käuflich. Die Beweiſe ſind durch Anwendungen von Citaten abgekürzt. b) von
Hauff 1. bis 6. und 11. und 12. Buch. 2te Aufl. Marb. 1807. 8. c) 1. bis 6. und 11. und 12. Buch. Paderb. 1799. 8.
(8) Die bekannteſten von Proclus, in der Hervagiana abgedruckt. Scholien eines Unbenannten benutzt von Clavius und berückſichtigt von Auguſt. Auch Theon, Pappus, Hero werden als Scholiaſten genannt, und faſt jedes Manuſcript hat einige Bemerkungen zum Texte.
(9) Auſſer den oben angeführten Nachahmungen noch mannigfaltige Umarbeitungen. Z. B. die Bücher von den Zahlen durch Petrus Ramus ganz umgearbeitet; Analyseis geometricae sex librorum Euclidis a Cunr. Dasypodio. pro schola Argentinensi 1566. fol.(merkwürdig wegen ſeiner Beſtimmung für Schulen.). Später: Euklids Elemente nach dem jetzigen Stand der Mathematik bearbeitet von Michelſen. Berlin 1791.
(10) Beiſpiele von der alle Vorſtellung überſteigenden Vernachläſſigung unſrer Wiſſenſchaft zu


