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von ſeiner Geburr an nimmt, fuͤhrt am erſten zu einigen nuͤtz⸗ ichen Reſultaten.
des Schmerzes, und mit ihr zugleich ein Streben, jenen zu befriedigen und dieſem zu entgehen. Spaͤter erwachen die ſogenanten deutlichen Sinne, und wahrſcheinlich zuerſt der Sinn des Geſichts; denn ehe es auf Töne hört, ſo ſieht es ſchon mit underwandten Blicke nach dem lichte. Doch ales ſcheint bis jetzt nur mechaniſch zu ſein. Kaum aber nnterſcheidet das Kind die Gegenſtaͤnde; ſo zeigt ſich auch das Begehrungsver⸗ moͤgen in voller Thaͤtigkeit; doch ſo, daß die Sinnlichkeit ſtreng uͤber ſenes gebietet. Das Kind ſieht ein Feuer; die
Flemme iſt ſeinem Auge wohlthuend, und ſogleich ſtreckt es
die Hand aus, um ſie zu haſchen. Man laͤßt ſeinem Be⸗ gehren freien Lauf; aber ſiehe! die ſchoͤne Flamme, welche dem Auge ſo ſehr ſchmeichelte, verurſacht ihm Schmerz; weinend zieht es das Haͤndchen zuruͤck, und begehrt nicht wieder nach jor zu greien.
Hieraus ſioͤße alſo fuͤr den Erzieber die erſte Regel: Nimm die Erfahrung ſo viel als moͤglich, zu Zuͤlfe, um dem Begehren die nützlichſte Richtung zu geben. Das eriwiale Sprichwort:„„Ein verbranntes Kind ſcheuet das Feuer⸗ has dieſe Regel ſchon laͤngſt ausgeſprochen. Allein der Fall, welcher bei den trivialen Sprichwoͤrtern uͤberhaups Statt findet, tritt auch hier ein: es hat ſeine zwei Seiten, von welchem gewoͤhnlich die eine uͤberſehen und die andere nicht recht ins Auge gefaßt wird. Waͤre dieß hier nicht der Jall; ſo wuͤrde man dem Verſtande, deſſen Ausbildung ſo ſehr von der Erſahrung abhaͤnge, auch ein wenig mehr Ein⸗
Fuß auf die Sittlichzeit zu ſchreiben, als bisher geſchehen iſts 1 43 man


