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aber 1737 hat man aus den Worten der Statuten, die vor denen hergehen, worin dem Pädagogiarchen das Vorrecht zu präſentiren ertheilt wird, ſchlieſen wollen, daß auch ſeine Präſentation nicht ohne Vorwiſſen benannter facultät geſchehen könne, und es bei Hof dahin gebracht, daß 1738 d. 10t Jun. ein fürſtl. Reſcript ergangen, worin dem Pädagogiarchen befohlen wird, führohin, ehe er präſentirt, mit der philo⸗ ſophiſchen facultät zu communiciren. Wobei ihm aber doch das ſtatutenmäßige Recht privative zu präſentiren unverkürtzt geblieben, auch löbl. Philoſophiſche facultät an⸗ gewieſen worden, ihm daſſelbe nicht nur unangefochten zu laſſen, ſondern auch ihn dabey, und bey der zu Stift lfehlt ⸗ und Erhaltung guter Ordnung im Paedagogio höchſt nöthigen auctorität zu ſchützen.“ „§ 6. Anzahl und Beſchreibung der Pädagogiarchen.
Sämtlicher Pädagogiarchen, Von der Stiftung unſeres Pädagogs bis auf gegenwärtige Zeit, ſind an der Zahl zehen, die ſich unſterbliche Verdienſte, auch ſo fern ſie durch Schriften bekant worden, einen groſen und weit ausgebreiteten Ruhm erworben ¹).“
Die nun folgenden biographiſchen und literariſchen Mitteilungen über die Pädagogiarchen liegt nicht im Plan, diesmal mitzuteilen, ſowenig wie über die prae- ceptores classici(eine Überſicht hat Dr. Geiſt l. c. aus Rambachs Sammlungen ab⸗ gedruckt, und damit dem erſten Bedürfnis genügt), wohl aber unſres fleißigen Hiſtorio⸗ graphen allgemeine Mitteilungen
„De praeceptoribus Classicis. § 1.
Die praeceptores Classici ſind, wie das paedagogium ſelbſt, der löbl. Uni⸗ verſität incorporirt, und membra derſelben, daher ſie auch in statutis angewieſen ſind, den gradum*) anzunehmen. Sie werden von dem Paedagogiarchen, doch mit Begrüßung der löbl. Philoſophiſch. facultat nominirt oder praesentirt und alsdann von Serenissimo durch ein fürſtl. special decret confirmirt. Worauf ſie in Gegenwart des Rectoris Magnifici des Hrn. Pädagogiarch. und Univerſitäts Syndici ſchwören und auf die Symboliſchen Bücher einen revers ſtellen müſſen. Wenn das corpus academicum ein. öffentlich. Aufzug macht z. B. bei der Wahl eines neuen Rectoris und der praelectione legum, begleit. ſie daſſelbe, und bei ſolchen Gelegenheit. erſchein. ſie wie das corpus in Mänteln, auſſer dieſen Fällen gehen ſie gewöhnlich in Stock und Degen).
§ 2.
Ihre Anzahl iſt nach den Statuten auf fünfe geſetzt. Doch ſind nur 4 geweſen ¹) von der Fundation bis 1625 da auch noch kein Musicus ſcheint geweſen zu ſeyn 6) von 1625— 1668 da Roßler senior der erſte quintus worden. Aus welch. Urſache iſt mir unbekant. 7) Von 1708—1718 da Draut 5ter wurde und hat im letzten quartal
¹) Im 19. Jahrh. gilt dies beſonders von Joſeph Hillebrand, Andreas Weidner und Herman Schiller.
²) Des Magiſters.
³) äußerſt verwickelte Rangſtreitigkeiten hatten die praeceptores class. beſonders mit den Geiſtlichen zu beſtehen; wie geſchickt M. Soldan(1698— 1720) ſich dabei bewieſen, zeigt eine lateiniſche Niederſchrift in Rambachs Papieren. Auch die superior cathedra bei Disputationen war den Praec. Class. eingeräumt.
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