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Agricola nicht; mochte es ihn beleidigt haben, daß derſelbe nicht darum bat, oder mochte ſein Gewiſſen ihmn ſagen, er möchte, was er verboten hatte, erkauft zu haben ſcheinen. Es liegt in dem Herzen des Menſchen, den zu haſſen, den man beleidigt hat: Domitian aber von Natur jähzornig, und, je verſteckter, deſto unverſöhnlicher, ließ ſich doch durch die Mäßigung und Klugheit Agricolas beſänfti⸗ gen; weil er nicht durch Trotz, noch durch eitles Prahlen mit Freiheitsſinn, Ruhm und Tod herausforderte. Es lerne hieraus, wer gewohnt iſt, das Unerlaubte zu bewundern, daß auch unter höſen Fürſten große Männer ſeyn können; und daß Folgſamkeit und Be⸗ ſcheidenheit, wenn ſie mit Eifer und Thätig⸗ keit vereinigt ſind, zu dem Lob ſich erheben, womit ſehr viele auf ſteiler Bahn, aber ohne Nutzen für den Staat, durch einen ehrſüchti⸗ gen Tod ſich berühmt gemacht haben.
Das Ende ſeines Lebens war uns ſchmerz⸗ lich, den Freunden traurig, und auch Frem⸗ den und Unbekannten nicht gleichgültig. So⸗ gar der große Haufe und dieſes, auf andere Dinge achtende, Volk kam oft an ſein Haus, und ſprach auf den Marktplätzen und in den ruppen von ihm; und niemand freute ſich, als er Agricolas Tod hörte, oder vergaß ihn ſogleich. Das Bedauern vermehrte die de . wah⸗
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