Aufsatz 
Das Leben des Agricola von C. Cornelius Tacitus / Uebers. von Friedrich Carl Rumpf
Entstehung
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chen Reden auch Domitians Ohren beläſtigt wurden, indem die beſten der Freigelaſſenen aus Liebe und Treue, die ſchlimmſten aus Bofhheit und Mißgunſt, den zum Schlimme⸗ ren geneigten Fürſten ſtachelten. So wurde Agricola durch ſeine Tugenden ſowohl, als durch die Laſter anderer, ſelbſt an den Ab⸗ grund des Ruhmes geführt.

42. Jetzt war das Jahr da, wo er um das Proconſulat von Aſten und Africa looſen ſollte; und da Civica erſt neulich war ertmor⸗ det worden, ſo war Agricola nicht um einen Entſchluß, noch Domitian un ein Beiſpie verlegen. Es kamen einige, welche mit den Geſinnungen des Fürſten vertraut waren, un fragten füͤr ſich den Agricola, ob er in die Provinz gehen würde. Anfangs prieſen ſie verſteckter Ruhe und Muße; dann boten ſie ihm ihren Beiſtand an, datmit ſeine Entſchul⸗ digung genehmigt würde; endlich unverhohlen ihm zuredend und drohend zugleich, zogen ſje ihn zu Domitian, der, auf die Verſiellung vorbereitet, mit ſtolzer Haltting die Bitte um Entſchuldigung anhörte, und, da er ſie ge⸗ währt hatte, ſich dafür danken ließ, ohne über die verhaßte Gnade zu erröthen. Doch den Gehalt, der einem Proconſularen pflegte angeboten zu werden, und der einigen aul

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