— 4—=.
wußtſeyns. Ja viele hielten die Erzählung ihres eigenen Lebens mehr für einen Beweis des Vertrauens auf ihren Wandel, als der Anmaßung, und bei Rutilius und Scaurus hat dieß die Glanbwürdigkeit nicht geſchwäch oder Tadel erregt So ſehr werden. Tugen den in den Zeiten am beſten geſchätzt, in. d nen ſie am leichteſten gedeihen. Ich indeſſen der ich jetzt das Leben eines Hingeſchiedenen erzählen will, bedarf der Nachſicht, um di ich nicht gebeten hätte, wenn ich nicht ibe⸗ ſo ſchreckliche und den Tugenden feindliche 3 ten klagen müßte. 68
2. u.
Wir leſen, daß man dem qruleuss Ruſticus das Lob des Pätus Thraſea/ den
Herennins Senecio das des Priſcus eh
dius als Todesverbrechen angerechnet; und nicht nur gegen die Schriftſteller ſelbſt⸗ ſondern auch gegen ihre Schriften gewüthet habe/ 3
den Triumvirn das Geſchäft aufgetragen ward,
die Denkmähler der herrlichſten Geiſter ur
dem Comitium und Forum zu verhreune
(man glaubte nähtlich durch dieſes Feuet b
Stimme des Römiſchen Volks, die reih des Seuats, und das Bewußtſeyn des Mes
ſchengeſchlechts zu vertilgen); in dem überdie
die Lehrer der Weisheit vertrieben un ia nütliche Kunſt verbannt wurde, damit ä, gends etwas Aedles entgegen träte. Wir 9 ben wahrlich einen großen Beweis von Oo †
1


