Aufsatz 
Ueber die Bedeutung von psychē und eidōlon in der Ilias und Odyssee als Beitrag zu der Homerischen Psychologie / Karl Heinrich Wilhelm Völcker
Entstehung
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det, dass Ajax und Hercules ohne jene Bedingung den Odysseus erkannten. Dasselbe meinten schon die Al- ten(31). Nach dem Zusammenhang Vs. 541. ff hat Ajax so gut getrunken, als die andern Schatten, nur dass er nicht, wie diese, sein Verhängniss erzählt. Die Worte Vs. 614. wären nur darauf zu beziehen, dass Hercules den Odysscus im Leben nicht gesehen, und ihn doch sogleich erkennt, schliessen aber nicht aus, dass er nicht vofher erst seine Besinnung nach Art der übrigen Eidola gewonnen. So ist auch von Andern nicht ausdrücklich des Blattrinkens ge- dacht, vgl. 466. ff. 540. f. Tiresias wird überdies namhaft allein ausgenommen als solcher, der sein Bewusstseyn erhalten. g. 6.

Aus dem oben aufgestellten Begriff von elèclo muss fol- gen, dass die Todten ganz die äussere Form und Gestalt ih- rer einst wirklichen Menschen'in den Aides mit sich nahmen. Dies bestätigt sich vollkommen. Patroclus erscheint dem Freunde völlig, wie er lebte:

Aehnlich an Gröss' und Gestalt und lieblichen Augen

ihm selber, Auch

ee 04. 2, 454. ff. 491. fr. 616. ff. w, 106. ff. Nur die

Zukunft kennen sie, richtig eben daraus folgend, dass man

den Worten der Sterbenden eine besondere vweissaßcen ende Krafs beimass. Vergl. überhaupt Creuzer, Symb. II, 455. (30) IHalbkart 8. 97. f. vgl. Voss Antisymbolik S. 207.

(31) Kustath. 1702, 47.