. 17
noch nicht vernichtet worden. Auch nur solche konnten den Hinterlassenen erscheinen, was aber bei den Lyrikern und Tragikern schon anders ist(25). Selbst die eigene Mutter erkennt den Sohn Odysseus nicht, ohne Blut getrunken zu haben(26), aber Alle haben Durst nach dem Blute, selbst Tiresias will sich daran erlaben, zum Lohn für seine Weis- sagungen(27), unstreitig Folge der Ansicht, wornach der Ilades ein freudenlecrer Ort ist, den Achilles so sehr ver- wünscht(26), ächt nach dem lebensfrohen, heiteren Geiste Hellenischer Denkungsart, im Gegensatz mit andern Völkern, die mit dem Tode erst den Eingang zu den wahren grössten Freuden hoffen. Der Bluttrank belebt und stärket die Ver- storbenen so durch die Gewinnung des Körperlichen, dass sic ohne Unterschied die Zukunft vorauszusehen verste- hen(29). Uebrigens scheint die Bemerkung(30) ungegrün- det,
Ilades gegen das Beispiel des Elpenor und Patrollus s. Schol. Villois. II. v, 71. und daselbst Porphyrius, u. Heyne zu d. a. O.
(25) S. die Mythologie des lapet. Gesch. 8. 266.
(26) Vgl. Od. XI, 140— 5. 147. f. 152. Eustath. 1677, 10.
(27) Eustath. 1674, 1. ff.— wenn anders nicht das Weissagen auch bei Tiresias erst Folge des Bluttrinkens ist, vgl. O0d.*, 95. u. 146. f..
(26) Od. 2, 483. ff. vgl. Antisymbolik v. Voss S. 206. ff.
(29) Ueber Grund und Entstehung dieses Glaubens vgl. Halbkart 9 a. O. 3. 41.§. 18. Heyne 2u Il. XVI, 854. XXII, 545. f. 366. in d. Animadv. Aber von derjenigen Vergangenheit wissen die Schatten nicht, die seit ibrem Aufenthalt im Hades gewvo-


