Aufsatz 
Ueber die Bedeutung von psychē und eidōlon in der Ilias und Odyssee als Beitrag zu der Homerischen Psychologie / Karl Heinrich Wilhelm Völcker
Entstehung
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dem Original in Allem vollkommen gleich und ähnlich. Man kann so wenig sagen, der Körper sey es, der fortlebt, als die Seele, sondern eben das Eidolon. Es ist weder das Eidolon des Körpers noch der Seele allein, sondern des gan- zen wirklichen Menschen, das ατσ; wie im Anfang der Ilias von Achilles gesagt ist, die Pulas der Heroen habe er dem Aides zugesandt, abrou; aber den Hunden und Vögeln zum Raube gegeben. .§. 4.

Die Natur der Eidola wird uns noch näher bestimmt durch die nach der Etymologie in dem Worte Poαm nach- gewiesenen Begriffe des Luftigen und des Lebens. Ein Fortleben ist es, darüber ist kein Zweilel. Aber das Luf- tige dieser Wesen, und was sonst die Etymologie beider Worto bereits an die Hand gegeben, wollen wir uns weiter durch Homerische Stellen selbst bestätigen lassen. Der fort- geerbte Gebrauch in der Sprache etdαναν auch durch 2eOX(15)

Zzu

Hlesych. voc. Ièca, erdw, 153 ⁵¾ u. s. w. mit den Anmerk. der Al- bert. Ausgabe, u. I. G. Vossins, Theol. Gent. I, 3. Ueber den Unterschied von imago und idolum Dionys. Voss. zu Mos. Mai- monid. de Idolatria P. 3.

(15) Z. B. Euripid. Helen. 705. 707. 750. 1135. 1219. Pind. Pyth. II, 56 ff. u. a. Zwar ist in diesen aus Euripides angezogenen Stellen a*he nicht mehr ein Luftgebilde, aber dass es dem- ungeachtet Hen heissen kann, beweisct, von welcher Art die