Aufsatz 
Die einheitlichen Ziele im Schulwesen / von K. Knabe
Entstehung
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Ubrigens kämpft Schiller auf den letzten Seiten seiner Arbeit scharf gegen den Ausdruck allgemeine Geistesbildung, die auf den höheren Schulen erzeugt werde.

16) Nur der zukünftige Oberlehrer wird ja in seinem Staatsexamen ausser in seinen Fächern noch in allgemeiner Bildung geprüft.

17) Z. B. Paul Cauer, Finis Gymnasii, in den Preussischen Jahr- büchern, Juni 1900, ähnlich: Kämmel, Der Kampf um das humanistische Gymnasium, S. 91. Man denke an Moltke, Waldersee u. a.! Vial, Schul- reden, Strassburg 1901, behauptet S. 39, Bismarck habe zur Beförderung der klassischen Studien eine Stiftung hinterlassen.

18) In einer 1614 erschienenen Schrift von Taubmann heisst es: Worüber ich mich oft gewundert habe, ist dies, dass jemand, der sich eines einigermassen eleganten und treffenden Ausdrucks befleissigt, spott- weise von der Jugend, ja von Lehrern der Jugend, Philologus, Criticus, Grammaticus und mit einem Worte: Verbalis genannt wird: sich selbst aber nennen sie mit einem neuen Worte: Reales, als wenn sie sich einzig nnit den Dingen abgäben, die andern aber, nur mit der Sprache be- schäftigt, sich nicht gleichmässig um Kenntnis der Sachen bekümmerten. Man vergleiche meinen Artikel: Realschulwesen in Deutschland, bei Rein V.

19) Besonders von Matthias, Die Gleichwertigkeit der Oberreal- schul und Gymnasialbildung. Vortrag. Zeitschrift für lateinlose höhere Schulen, IX. Jahrg., 3. Heft, 1897, ferner von Muff in seinem schon. ge- nannten Vortrage, von Reinhardt an mehreren Stellen, von Rethwisch in seinen Jahresberichten, Münch vielfach, Asbach, Darf das Gymnasium seine Prima verlieren?, Düsseldorf 1899, Wenzel, Todeskampf des alt- sprachlichen Gymnasial-Unterrichts, Berlin 1899, meist auch von Cauer, wenn ihm nicht einmal die Feder entgleist, und v. a.

20) Wernicke empfiehlt für die drei höheren Lehranstalten die Namen: altsprachliches, gemischtsprachliches und neusprachliches Gymnasium. Den NamenGymnasium halte ich allerdings selbst für ersatzbedürftig, aber man bezeichnet eben heute damit eine höhere Schule, die ihren Zöglingen den Zugang zu allen höheren Amtern und Stellungen verleiht.

21) Muff, S. 85. Dass ich damit Wilamowitz in pädagogischen Dingen kein Urteil einräume, ist selbstverständlich.

22) Natorp, Was uns(wem?) die Griechen sind. Festrede. Marburg 1901, S. 10. Hat übrigens Kant die griechische Sprache gekonnt? Zu Natorps Ansicht über das Griechische vergl. man Zieglers Urteil(a. a. O. S. 44, 45). Übrigens stellt sich hier Ziegler auf Muffs Seite gegen Schmidt, Zur Reform der klassischen Studien auf Gymmasien. Leipzig 1899; Cauer, Wie dient das Gymmasium dem Leben? Düsseldorf 1900; Liermann, Politische und sozialpolitische Vorbildung durch das klassische