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O des Vaters unglückſeliger Fluch, o Unheil, ſtammend aus alter Zeit,
18so von mordbefleckten Ahnen geweckt, du ſchreiteſt über mein Leben hin und zauderſt nicht.
Was aber ſchlägſt du zu Boden mich, der ſich keines Frevels ſchuldig gemacht? Was ſtürzt du auf mich?———
1885 Wie befrei' ich mein Leben vom grauſen Schmerz? Ach, daß mich, Unglücksſeligen, doch das Geſchick in des Hades ſchwarze Nacht zur ewigen Ruhe brächte!
Artemis. Du Armer, welches Unglück leideſt du!
18b0 Dein Edelſinn hat dich zu Fall gebracht.
Hjippalntos. Ach, mich umfächelt meiner Göttin Duft. Wie ich auch leide, dennoch hab' ich dich bemerkt und fühle mich vom Schmerz erleichtert. Iſt hier am Orte Artemis, die Göttin?
Artemis. Sie iſt's, du Unglückſel'ger,— die dich liebt.
1395 Hippolytos. Ach Herrin, ſiehſt du, was ich leiden muß? Artemis. Wohl ſeh' ich's. Dürft' ich's, würd' ich dich beweinen. Hippolytos. Du haſt jetzt keinen Jagdgenoſſen mehr. Artemis. Nein, doch du bleibſt mir auch im Tode lieb. Hippolntas. Und niemand hütet deine heil'gen Bilder.
1400 Artemis. Kypris, die frevle, hat dies all erſonnen. hippolgtos. Ach, nun erkenn' ich ſie, die mich verdarb. Artemis. Sie zürnte, weil du ihren Dienſt verſchmäht. Hippolgtos. Uns drei hat ſie vernichtet, ſie die eine. Artemis. Den Vater, dich, die Gattin als die dritte.
1405 Hippolgtos. Beklagen muß ich drum auch meinen Vater. Artemis. Er war getäuſcht durch ihre ſchlimmen Pläne. Hjippolntos Gum Vater). Auch du haſt viel erdulden müſſen, Vater. Theſeus. Gebrochen bin ich, Sohn, mich freut nichts mehr. Hippolntas. Du haſt gefehlt. Ach, ich beklage dich.
1410 Theſeus. Könnt' ich ſtatt deiner ſterben, liebſter Sohn. Hippolytas. Wie unheilvoll war doch Poſeidons Gabe! Theſeus. Wär' meinem Munde nie der Fluch entfallen! Hippolytos. Du hätteſt mich ja doch im Zorn getötet. Theſeus. Die Götter hatten mir den Sinn verwirrt.
1418 Hippalntos. O dürften doch die Menſchen Göttern fluchen! Artemis. Beſcheide dich. Denn ohne Rache ſoll,


