Aufsatz 
Der allgemeine Unterschied des römischen Lautgesetzes von dem der übrigen Sanscritasprachen : Abhandlung / [Albert Agathon] Benari
Entstehung
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Gegenstände Lehrern anvertraut werden, die gerade für die Unterweisung in den- selben grösseren Beruf, bessere Befähigung haben. Sind die Unterrichtsgegenstände in formeller und materieller Hinsicht angemessen einmal richtig gewählt und das kann ohne Widerrede von den jetzt üblichen Schuldisciplinen behauptet werden; so ist nicht die Zahl derselben das Nachtheilige, sondern der Mangel an höherer Einheit in Anordnung und Mittheilung derselben kann ungünstig wirken. Eine Schule, die einzig und allein lateinisch lehrte, würde ebenfalls die Köpfe unend- lich verwirren und den Geist ahstumpfen; wenn die mannigfaltigen Abtheilungen dieses Unterrichts unter verschiedene nach keinem gemeinschaftlichen Principe gleichzeitig arbeitende Lehrer vertheilt wären, von denen der eine die Declinationen, ein anderer die Conjugationen, ein dritter die Prosodie, ein vierter die Syntax, ein fünfter den sogenannten color latinus dem Schüler beizubringen sich abmühte. In der kleinen Zahl der Objecte möchte daher wohl schwerlich das Heil der Schule zu suchen sein; es beruht in dem Geiste derselben, in der höheren Einheit des Gan- zen, die durch reifliches Nachdenken durch gewissenhaft genützte Erfahrungen gewonnen ist und deren Kenntniss und Würdigung von demjenigen gefordert werden muss, der ein wohlbegründetes Urtheil über den Einfluss der Schulen haben will: in einem noch höberen Grade aber von demjenigen, der diesen Einfluss als einen nachtheiligen darstellt. Es ist gefährlich von den anerkannten Bildungsmitteln der Jugend irgend eines abzuschneiden. Dem Fleissigen und Lernbegierigen entzieht man die Befriedigung seines geistigen Triebes, den Stumpfsinnigen und Trägen be- schränkt man auf eine geringere Anzahl der geistigen Belebungsmittel und bestärkt ihn in der Nichtachtung des wissenschaftlichen Lebens, für welches seine Bildungs- zeit bestimmt ist, Denn eben so gut, wie ein verfehltes Streben nach Vielseitigkeit, im ungläücklichsten Falle eine leere und kraftlofe Vielerleiheit bewirkt; so ruft sehr oft in den glücklicheren Fällen das entgegengesetzte Streben eine Einseitig- keit hervor, welche als angelernt aller wahren Bildung geradezu entgegensteht, und nur durch freiwillige Beschränkung, wie bei dem Fachgelehrten, bedeutend wird; aber schwerlich anders, als wenn dieser Beschränkung eine vielseitige Anre- gung des Geistes vorangegangen ist. Wer mit der Absicht die Einheit zu kennen, welche sich in der Wirksamkeit des Real-Gymnasiums aussprechen soll, den im Jahr 1829 publicirten Grundplan und die bis jetzt möglich gewordene Durchfuhrung desselben betrachtet, wird der Anstalt gewiss das Zeugniss nicht versagen können, dass sie den Zöglingen keineswegs ein zweckwidriges schädliches Vielerlei zumuthe. Die Gegenstände treten in den untern Classen nicht alle gleichzeitig auf. Es sind z. B. die naturhistorischen Stunden aus den untersten Classen auf die mittleren ver- wiesen; da in dem Alter, in welehem die Zöglinge dieser Classen zu sein pflegen, der Sinn für Naturanschauung besonders geweckt ist. In den höhern Classen, wo der Zögling sicu schon für die künftige Laufbahn im Allgemeinen entscheiden kann, sind