liegt jedenfalls in der Mitte, wie das die deutſchen Forſcher W. Riehl, Lamprecht, Rob. Sommer u. a. feſtſtellen, die das Endogene (Angeborene) und Exogene(Erworbene) in ihrer Zuſammenwirkung als die beſtimmenden Entwicklungsfaktoren annehmen, wie auch wir das auf Grund einer faſt 50 jährigen Unterrichtstätigkeit, alſo durch die Erfah⸗ rung gefunden haben. Sie beſtätigt, daß Großſtadt⸗ und Landkinder ſchließlich gleiche Leiſtungen zuwege bringen können..
Von den 480 Abiturientinnen erhielten aus:
Tabelle 2. Goruppel Gruppe l]/ ³ Gruppe IIl über 10 000 Einw. von 2—10 000 Einw. unter 2000 Einw.
87= 35%„„ II 25= 18,3%„„ 11 35= 30,4%„„ II 118= 48%„„ III 75= 54,8%„„ III 41= 43%„„ III 28= 11%„„ 1V 29= 21,1%„„IV 12= 12,4%„„ IV
248 137 96
15= 6% die Note I b 8= 5,8% die Note II 8= 8,2% die Note 1
Nach vorſtehender Tabelle ſpielt in Bezug auf Leiſtungen und da⸗ mit auch hinſichtlich der Begabung die Heimat nur eine untergeordnete Rolle bei den noch werdenden Menſchen; die Gruppe III ſchneidet ſogar am beſten ab. Berückſichtigt man ferner, daß von den Großſtädterinnen ein nicht geringer Teil entweder ſelbſt auf dem Lande geboren und er⸗. zogen worden iſt oder daß ihre Eltern— mittlere und untere Beamten und Geſchäftsleute— vom Lande ſtammen, ſo dürften auch dieſe von der ländlichen Umwelt außerordentlich ſtark beeinflußt ſein.
In Familienforſchungund Vererbungslehre“ kommt Rob. Sommer zu dem Ergebnis,— zum Beweiſe führt er Goethe, Bismarck, Hindenburg u. a. an.— daß erworbene körperliche Eigen⸗ ſchaften viel weniger ſtarl ſich vererben als geiſtige, wie Aufmerkſam⸗ keit, Pflichttreue, Willensſtärke u. a. Wie die nachſtehende Tabelle zeigt, ſtammen unſere Schülerinnen zum großen Teil aus Familien, die im wirtſchaftlichen und ſozialen Aufſtieg begriffen ſind, und die darum ihr Ziel nur durch ſtarke Anſpannung ihrer körperlichen und geiſtigen Kräfte erreichen konnten. Und dieſe erworbenen geiſtigen An⸗ lagen haben ſich anſcheinend auch auf die Töchtey vererbt, wie wir das bereits im zweiten Teil dieſer Abhandlung feſtſtellen konnten.
Tabelle 3. Berufe der Eltern.
1. Landwirte 2. Lehrer 8 Jtoäertete 4. Beamte 12— 0% 63 18,0% 174— 37,6% ſ 184— 39,8 7%
Jedenfalls ſind die Eltern der Gruppen 2—4 in Berufen tätig, deren Angehörige zur Erfüllung ihrer Berufstätigkeit ſich zum Teil geiſtig recht anſtrengen, vor allem aber nüchtern, gediegen, geiſtig und moraliſch geſund und peinlich gewiſſenhaft ſein müſſen.
Eine vergleichende Statiſtik mit den 3 Lehrerſeminaren im gleichen Zeitraum dürfte von einigem Intereſſe ſein.
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