Aufsatz 
Einige Nachrichten über die gegenwärtige Einrichtung des akademischen Pädagogiums zu Giessen, zunächst für die verehrten Aeltern der uns anvertrauten Zöglinge : Einladungsschrift zu den ... anzustellenden öffentlichen Prüfungen und Redeübungen / von Philipp Christian Jacob Engel
Entstehung
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Für das Zeichnen ſind wöchentlich 4, und für den Unterricht

im Singen eben ſo viel Stunden beſtimmt. Ueber die Schüler, deren Aeltern oder Vormünder nicht in unſerer Stadt wohnen, iſt die Aufſicht unter die ordentlichen Lehrer vertheilt, welche dieſelben beobachten und leiten, und in vorkommenden Fällen den Aeltern,⸗ oder Vormündern Nachricht ertheilen. Auſſerdem befindet ſich in jeder Klaſſe ein hölzernes Buch, in welchem Tabellen liegen, die folgende Ueberſchriften enthalten: 1) Namen der Schüler. 2) Verſäumniß der Lehrſtunden. 3) Betragen in der Klaſſe. 4) Be⸗ tragen auſſer der Claſſe. 5) Werth der häuslichen Arbeiten. 6) Werth der Arbeiten in der Klaſſe. 7) Fortſchritte oder Still⸗ ſtand. In dieſe Tabellen werden die Bemerkungen der Lehrer nach den angeführten Ueberſchriften eingetragen. Von Zeit zu Zeit wird alsdann von dem Padagogiarchen mit den Lehrern eine Si⸗ bung gehalten, in welcher die einzelnen Bemerkungen gewürdigt werden. Das Reſultat wird alsdann in die leßte Rubrik einge⸗ tragen. Hierauf werden von den Lehrern abwechſelnd die Cenſu⸗ ren der Schüler geſchrieben und an die in hieſiger Stadt wohnen⸗ den Aeltern und Vormünder geſchickt. Die fremden Schüler neh⸗ men ſie mit nach Haus, und müſſen bey ihrer Rückkunft ein Zeug⸗ niß mitbringen, daß ſie dieſelben auch wirklich abgeliefert haben. Dieſe Tabellen cireuliren nun bey der Großherzoglichen Pädagog⸗ Kommiſſion und werden alsdann von dem Pädagogiarchen aufbe⸗ wahrt, um in vorkommenden Fällen einen zweckmaͤſſigen Gebrauch b 2 davon