Einleitung. 5
bieten. Doch wird ihm der beigegebene neue Plan der Römerſtadt Nida⸗heddernheim, der den augenblicklichen Stand der Sorſchungen darſtellt, willkommen ſein. Die letzte— man kann auch ſagen erſte— topographiſch zuverläſſige Karte der römiſchen Stadt und des Raſtells im Maßſtabe 1:3000 wurde 1898 von Wolff auf Grund ſeines großen Planes im Maßſtabe 1: 1000 im 2. hHefte der heddernheimer Mitteilungen Taf. IV veröffentlicht. Sie wurde im Jahre 1907 durch ein Überſichtsplänchen im Maßſtabe 1: 10 000 ergänzt und erweitert, welches die inzwiſchen neu gefundenen römiſchen Befeſtigungen zwiſchen heddernheim und Praunheim enthält und dem 4. Hefte der„Mitteilungen“ als Taf. XIII beigegeben iſt. In den ſeitdem vergangenen Jahren aber hat die heddern⸗ heimer Sorſchung ſo bedeutende Sortſchritte gemacht, daß eine neue, genaue Zuſammenſtellung ihrer Ergebniſſe wohl wünſchenswert erſcheinen dürfte.
Kls Unterlagen für die modernen(llckergrenzen uſw. dienten die Pläne des Frankfurter Tiefbauamts im Maßſtabe 1:2000, bzw. 1: 20 000, die, ſoweit nötig, durch eigene KHufnahmen des Verfaſſers ergänzt wurden, für die Ein⸗ zeichnung der durch frühere Kusgrabungen feſtgeſtellten römiſchen AUnlagen aber Wolffs großer plan im Maßſtabe 1:1000. Die Ergänzungen ſind, ſoweit die Reſultate der ſpäteren Kusgrabungen im 3.—5. hefte der heddernheimer Mitteilungen publiziert ſind, nach den dort veröffentlichten Plänen einge⸗ zeichnet, die übrigen nach den Kusgrabungsprotokollen ſelbſt.
Sür die Einzeichnungen habels, der den erſten, freilich nicht völlig genauen Plan der Stätte gezeichnet hat, iſt die von Wolff gewählte Signatur beibehalten worden, nur wurde zwiſchen Rellern, Brunnen und Töpfe⸗ reien noch ſchärfer unterſchieden. Wo habels Eintragungen durch ſpätere Grabungen korrigiert oder ergänzt worden ſind, wurden nur die neuen Feſt⸗ ſtellungen eingezeichnet, um nicht das Bild zu verwirren.
Die wenigen Stellen, wo Latène⸗Gruben und ⸗Gräber im römiſchen Stadtgebiete nachgewieſen wurden, ſind, da durch Einführung einer neuen Sarbe die Koſten des Planes erheblich vermehrt worden wären, gleichfalls rot einge⸗ tragen, jedoch durch beſondere Beiſchriften gekennzeichnet. Um auch die ferner gelegenen römiſchen Anlagen, wie die Praunheimer Dilla, die Niddabrücke, die praunheimer Gräber uſw. mit zur Darſtellung bringen zu können, wurde noch ein Cageplan im Maßſtabe 1: 20 000 beigefügt. Endlich aber erſchien es ange⸗ zeigt, auch die infolge moderner Bebauung für die wiſſenſchaftliche Erforſchung dauernd oder doch für lange Zeit unzugänglichen Teile des Gebiets beſonders zu bezeichnen..
Zu großem Danke bin ich in erſter Linie herrn Direktor Dr l. c. Dalter verpflichtet, der mir den Jahresbericht der Muſterſchule zu Srankfurt a. M. für die Veröffentlichung dieſer Schrift zur Derfügung ſtellte und ihr Zuſtandekommen ermöglichte, ſodann Herrn Stadtſchulrat Dr Ziehen, der die Unregung zu


