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von Fulda, Karlmanns Eintritt in das Kloster Monte Cassino u. s. w. 1).—
So dürftig auch die Uberreste sind, die von der ausgedehnten historiographischen Thätigkeit des Hers- felder Chronisten sich erhalten haben, und so sehr auch dieses Wenige einer gesicherten Uberlieferung entbehrt, es genügt, um eine Vorstellung von seiner Bildung, seiner Denkweise und vor allem von seiner Befähigung zum Geschichtschreiber zu gewinnen.
Die großartige Umgestaltung, die der Humanismus auf fast allen Gebieten der Wissenschaft und nicht zum wenigsten auf dem der Geschichtschreibung her- beiführte, ist an Nuhn ebenso wie an seinem Zeitge- nossen Gerstenberg spurlos vorübergegangen; beide stehen dieser neuen Richtung durchaus fern. Mag ersterer sich auch einmal auf Plato berufen und an einer anderen Stelle auf Valerius Maximus verweisen: die Welt des Altertums, die damals zu neuem Leben erstand, ist ihm fremd geblieben, und geradezu komisch wirkt das Bild, das er von der römischen Geschichte entwirft. Nicht viel gründlicher hat er sich auf dem Gebiete der deutschen Vorzeit umgesehen. Wollen wir ihm auch keinen Vorwurf machen, wenn er sich gleich manchem Kundigeren von dem falschen Turpinus hat irre führen lassen, schlimmer ist, daß es ihm überhaupt nicht darum zu thun war, durch das Studium guter Quellenschriften sich einen Einblick in die Geschichte und die staatlichen Zustände jener Zeiten zu ver- schaffen ²). Diesem Mangel begegnen wir auf Schritt
¹) Irrtümlich spricht Senckenberg V, Praeloqu. S. 53 f. und nach ihm Wench a. a. O. S. XV. von einer hessischen Reim- chronik, die Nuhn verfaßt haben soll.
²) So giebt er, um nur ein Beispiel anzuführen, bei Senckenberg V, 402 den Ausdruck Maior domus mit„das große Haus“ wieder.


