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Vielleicht sind ebenso die Partieen, welche über Anhalt handeln(I. B. Kap. 25; II. B. Kap. 5, 19), einer an- haltischen Chronik Nuhns entnommen.—
Fast ganz außerhalb des Zusammenhanges mit den übrigen Bestandteilen der anonymen Arbeit stehen weiterhin gewisse Stücke, die sich mit Hans und be- sonders eingehend mit Werner v. Hanstein be- schäftigen(II. B. Kap. 107, 131, 155— 160). Der Ver- fasser muß gut unterrichtet gewesen sein. Darauf deutet nicht nur die Erwähnung zahlreicher Einzelheiten, sondern auch der Umstand hin, daß er selbst einmal von der Benutzung urkundlichen Materials spricht ¹). Möglicherweise ist Nuhn auch der Verfasser einer hansteinischen Familiengeschichte. Die Hypothese gewinnt etwas an Wahrscheinlichkeit, wenn man in Betracht zieht, daß Ludwig v. Hanstein 1514— 1516 Verweser der Abtei und darauf kurze Zeit Abt von Hersfeld war. Ihm zu Ehren mag dann das Werk geschrieben sein ²).—
Gänzlich verschollen ist schließlich die Reim- chronik Nuhns, auf die dieser einmal hinweist ³). Sie behandelte, nach den Andeutungen des letzteren zu schließen, die Geschichte von Karl Martells Sohn Karl- mann, dessen Verhältnis zu Bonifatius, die Gründung
¹) S. 454: Es gab auch guthe zurichtunge zu der vehde das herr Werner von Haenstein, ritter, der in großer gnade landt- graf Ludwigs war, der fande eine ursache wieder Hansen von Dornbergk: ob sie der werte war, hab ich in keinem briefe gelesen.
¹) Eine Notiz über Hans v. Hanstein und seine Beziehungen zu Hans v. Dörnberg, die einige Verwandtschaft mit der Dar- stellung des Anonymus(S. 430 f.) hat, findet sich in Spangenbergs Adelspiegel II, 433 a. Die gemeinsame Quelle wäre dann auch hier Nuhn.
3) Senckenberg V, 406.
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