Aufsatz 
Untersuchungen über den Chronisten Johannes Nuhn von Hersfeld / von Julius Pistor
Entstehung
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dritten herzogen in Braband anno 1406 abgangen, hab dersel- bigen schwestertochter nemlich Margarethen von Flandern ehege- mahel mit namen Phi- lips der Khune herzog zu Burgundien sich zu Braband und Lemburch gethan und die beide herzogthumb volgends bald seinem soen An- thonio ubergeben. Als der nu gestorben, anno 1415, hat sein eltester soen Johannes benente herzogthumbe bekom-

men und die eilf jar innegehabt, und als er dornach verstorben, hat die sein bruder Phi- ...e lippus auch drei jar besessen. Nochdem aber derselbige nu in

diesem jar tods halben verscheiden, hot sich von nauwem zu Bra- band und Lemburch gethan Philippus her- zog zu Burgungien, der ein soen gewesen Johannis, und furgege- ben, es were zwischen seinem vatter und vor- gemeltem Anthonio ge-

prudern ein solcher pact gemacht, das welche zeit Antho-

nius und seine nach- komen one manliche

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sprung von Hessen aus dem hertzogthum von Braband erwachsen ist. Da nun herr Anthonius der letzte verschieden was, da ward ihm ver- bottschafft und ver- tröstet zu kommen und sein anerstorben erbe zu empfahen. Er- stete sich mit 400 pfer- den und kam bis ghen Aach. Da kamen die rathsherrn zu ihm in seine herberge und sag- ten zu ihm, sie hetten einen wohlansichtigen mann auf ihrem rath- hause, der hette ihnen gesagt, er were darum da, um die statt zu verrathen. Das ver- meint[sic] er und gieng mit ihnen ufs rathhaus, fand den ebentheuer, gegen den er sich ent- schuldiget. Der sagt: were es nit war, daß der landgraf die stad wolte verrathen, so wollte er rassend wer- den. Antwort der fürst:

ter oder neher erben dartzu dann landtgraf Ludwig der Fromme. Dem ward aus Praband pottschafft von der ritterschafft und land- volck, daß er komme und gebe ihnen einen herrn us Hessen in Prabant, wie sie in Hessen gethan hatten. Der fürst verachtet das nicht, sondern reit mit 400 pferden aus, in hoffnung Prabandt zu überkommen Aber da er kam und nicht in seinem panier das rech- te Prabandische wap- pen, den guldenen- wen, führt, da ward er des lands verhindert und hatte den zug um-

sonst gethan und ward

dem hertzog von Bur- gundi Philippo dartzu geholffen. Der nieh kein recht daran ge- wan, der nahme es ein, als es noch der printz hertzog Philips von Oestereich, des Römi- mischen königs Maxi- miliani sohn innen hat.

Uff der wiederkehr kame der fürst landt- graf Ludwig gehn Oche in die stad und her- bergte eine nacht da- rinnen. Nun was ein grave, als ich glaub,