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ave maria zu singen“ ¹) und endlich 16 sh. von dem Rural- kapitel ²). Hierzu kam der Betrag des von den Schülern zu zahlenden Schulgeldes ³) und die Gebühren für die Be- teiligung an Leichenbegängnissen u. dgl.
Im Anfang des 16. Jahrhunderts verlieh man dem Lehrer auch öfters die Einkünfte eines Altars unter der Bedingung, dass derselbe innerhalb einer bestimmten Frist Priester werde¹), oder man gab ihm einen Freitisch im Augustinerkloster?), gelegentlich auch anstatt des Schul- geldes für die Bürgerskinder eine feste Besoldung aus der Stadtkasse ⁰).
Die sachlichen Ausgaben für die Schule wurden, wie es scheint, ebenfalls ganz oder teilweise aus der Stadt- kasse bestritten. Wenigstens finden sich in der Rentrech- nung von 1495 ⁷) folgende Einträge, erstens unter der Rubrik Fur sfroh und schaube:„Item 3 sh. 4 heller far 20 gebont schaube(d. i. Strohbündel zum Anzünden des Feuers) geben, sint uff die Schull komen“ und zweitens unter der Rubrik Stro Decher.„Item sanfft henne bezahlt, 2 F heller, so er verdint hatt... uff der Schulle uff dornstag post Invocavit“. Hieraus geht auch hervor, dass das Schulhaus damals ein Strohdach hatte.
Die ältesten Lehrer, deren Namen uns genannt werden, sind der 1381 urkundlich erwähnte„rector par- vulorum Sifridus“ und„der kindermeyster Johann Osswin“, der im Jahre 1440 städtischer Visierer wurde).
Vom Jahre 1500 an werden erwähnt:„der nuwe schulmeister Conradt Fritzel“¹*⁹), 1503 dessen Nach- folger Gerhard Kiderich ¹⁰), 1507„der newe Schul-
¹) Präsenzrechnung v. 1518:„Item dem Schulmeyster von dem ave maria zu singen in der fasten“.
2) R. P. v. Dienst. n. Francisci 1544, Hospitalrechnung v. 1545 u. 1546, vgl. unten.
3³) Vgl. unten R. P. v. Freit. n. Joh. Bapt. u. Do. n. Petri u. Pauli 1535(ein orth).
4) Vgl. unten R. P. v. Do. n. Invoc. 1518, Do. n. Praes. M. 1531, Do. n. Ascens. 1532 u. a.
⁵) R. P. v. Do. n. Mis. dom. 1528, Do. n. Oculi u. Do. n. Laetare 1534, Freit. n. Exaudi 1535.
6) Rentrechnung v. 1495(vgl. S. 2, Anm. 4):„Rectori scolarium 1 g. 4 engels“, Rentrechnung v. 1532:„Dem Schulmaister 4 fl. 22 sh. 6 heller“ (bezahlt in 4 Raten zu 1 fl. 5 sh. 6 ₰); vgl. unten R. P. v. PFreit. n. Joh. Bapt. u. Do. n. Petri u. Pauli 1535(10 bezw. 12 fl.).
7) Vgl. Anm. 4 auf S. 2.
⁵) Dieffenbach a. a. O0.
9) Kirchenbaurechnung 1500(St. A.), Montag nach Martini.
¹⁰) Kirchenbaurechnung 1503(St. A.), Freitags nach S. Luciae u. S8. Ottiliae.
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