Aufsatz 
Die Regula monachorum Isidors von Sevilla und ihr Verhältnis zu den übrigen abendländischen Mönchsregeln jener Zeit / von Rudolf Klee
Entstehung
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Die Regula Monachorum Isidors von Sevilla und ihr Verhältnis zu den übrigen abendländischen Mönchs- regeln jener Zeit. Von Oberlehrer Dr. Rudolf Klee.

Literatur-bersicht.

I. Quellen. 1. Patrologiae cursus completus ed. J. P. Migne. Series latina, tom 81 83 et 103(= MSI. 2. Lucae Holstenii Codex regularum. Augsburg 1759(= Holst.).

3. Benedicti regula monachorum ed. Eduard Woelfflin. Leipzig 1895(= Ben.).

II. Darstellungen und Untersuchungen. 1. Zöckler, Askese und Mönchtum, 2. Auflage. Frankfurt a. M. 1897. 2. Isidoriana von Arevalo. MSI 81. 3. Gams, Kirchengeschichte von Spanien(I12). Regensburg 1862 ff. 4. Collombet, Saint Isidore de Séville. Revue du Lyonnais, tome XXIII. 1846. 5. Les Moines d'occident par le comte de Montalembert. Tome deuxième, Paris 1860. 6. Dzialowsky, Isidor und Ildefons als Literarhistoriker, in den kirchengeschichtlichen Studien von

Knöpfler, Schrörs und Szdralek. Münster i. W. 1898.(Bd. IV, Heft II). 7. R. Schmid, Isidor von Sevilla in Haucks Realencyklopaedie. Bd. 9, S. 447 ff. 3. Auflage. Leipzig 1901.

8. Seebass, UÜber Columbas von Luxeuil Klosterregel. Dresden 1883.

9. Hauck, Kirchengeschichte Deutschlands Bd. I. Leipzig 1904. 10. Grützmacher, Die Bedeutung Benedikts von Nursia und seiner Regel in der Geschichte des Mönch-

tums. Berlin 1892. Dumesnil's 1843 erschienene Arbeit über Isidor ist mir nicht zugänglich gewesen; die nur einmal flüchtig

herangezogenen Literaturgeschichten sind an den entsprechenden Stellen erwähnt. Die Untersuchung ist hier nur vorläufig zu einem gewissen Abschluss gebracht worden, manche Punkte werden in weiteren Arbeiten voraussichtlich noch näher nachgeprüft werden.

Die Mönchsregel, der wir auf den folgenden Seiten unsere Aufmerksamkeit zuwenden wollen, ist uns unter den Werken Isidors von Sevilla(geb. ca. 560, gest. 636) überliefert. Am bekanntesten ist der Name dieses Kirchenlehrers in Verknüpfung mit jener Dekretalien- sammlung, die ihm mit Unrecht zugeschriebén wurde. Seitdem man diese Fälschung erkapnt hatte, haben sich nun mehr und mehr auch gegen die übrige Überlieferung von Isidors Werken Zweifel geregt. Auch unsere Möncbsregel blieb von dieser Kritik nicht verschont. Wie Are- valus, der gründlichste Herausgeber von Isidors Werken, ¹) berichtet, bestritt 1782 Em. Her- nandez, bibliothecae archiepiscopali Toletanae praefectus, in seinen animadversiones in brevem conspectum novae editionis Isidorianae ²) die Echtheit der Schrift und gelangte zu dem Urteil: fetum credimus ignoti alicuius monachi, sed nec Hispani, Isidoro posterioris. Die Gründe,

1) Seine Gesamtausgabe von Isidors Werken erschien in 7 Bdn. Rom 17971803, darnach ist ge-

arbeitet MSI. 81 83. 2) Diese neue Ausgabe hatte Zaccaria S. J. geplant und 1758 diesen brevis conspectus novae S. Isidori

Hispalensis operum editionis erscheinen lassen, jetzt samt den animadversiones abgedruckt MSI 81, col. 266 ff.

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