Aufsatz 
Festbericht über die Feier des 50jährigen Bestehens der Großh. Realschule zu Oppenheim a. Rh. vormaligen Höheren Bürgerschule am 2. und 3. Mai 1897 / hrsg. von Otto Schneider
Entstehung
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Entſendung ihresVertreters, des Herrn G. O.⸗R. Soldan, bekundet hat, dem ich für ſeine Anweſenheit ebenfalls unſeren Dank ausſpreche.

Hinſichtlich der Übernahme der Anſtalt durch den Staat ſind wir zu warmen Danke für die damaligen Bemühungen beſonders Herrn Dekan Rechel und Herrn Landtagsabge⸗ ordneten Dr. Schröder verpflichtet. Herr Kollege Dr. Schön hat dies bereits in ſeinem Programme vom Jahr 1878 und ich, es daraus wieder entnehmend, im diesjährigen geſchichtlichen Berichte gethan, und ich freue mich, von den eben Genannten dieſen Dank Herrn Dekan Rechel hier wiederholen und mit ihm heute doch auch gerade Herrn Kollegen Direktor Dr. Schön aus Mainz hier perſönlich begrüßen zu können.

Aus der Zeit der Höheren Bürgerſchule möchte ich von den ſtaatlichen Beamten wegen lange und eingehend der Anſtalt bewieſener Fürſorge Herrn Kreisrat Schmidt dankend erwähnen, aus ſpäteren Zeiten wegen des Entgegenkommens, das ich hier in Fragen der großen Reparaturen und baulichen Verbeſſerungen fand, Herrn Bürgermeiſter Egly, Herrn Beigeordneten Notar Hubert ſowie die Mitglieder des Gemeinderates und der Hospital⸗Kommiſſion.

Denn der Großherzoglichen Bürgermeiſterei und dem verehrlichen Gemeinderat ſind wir, außer für den Zuſchuß zu den Koſten der Anſtalt, auch für die Überlaſſung des Großen Hospitalgebäudes und für umfaſſende Verbeſſerungen und Reparaturen zu Dank verpflichtet, die beſonders 1847, 75, 78, 89, 90 und nochmals 95*) vorgenommen wurden; ferner für ihren Zuſchuß der Verwaltung der hieſigen Spar⸗ und Leihkaſſe, und für Überlaſſung dieſer Halle zu unſerem Feſte dem Verſchönerungs⸗Verein und ſeinem Vorſitzenden, Herrn Bürgermeiſter Koch, der ſich ja auch die größten Verdienſte erworben hat, indem er hauptſächlich die Herſtellung der herrlichen Anlagen auf der Landskrone**) aus früher ödem und wenig benutztem Gelände ermöglicht hat. Ein Teil davon gewährt uns im Sommer einen ſchattigen, wahrhaft geſunden Turnplatz, wie früher der Platz, auf dem jetzt dieſe Halle ſteht.

Hierbei gedenke ich auch unſeres letzten verehrten Kreisrates, Herrn v. Zangen in Darmſtadt, der mir heute morgen freundliche Glückwünſche zu unſerem Feſte überſandt hat. Hat doch gerade auch er ſich um die Erbauung dieſer geräumigen ſchönen Halle ganz beſondere Verdienſte erworben. Ich ſpreche ihm hiermit meinen Dank für ſeine gefällige Zuſchrift aus.

Mein Dank gilt ferner allen Eltern, die uns Vertrauen entgegenbringen und unſere Bemühungen unterſtützen, und allen früheren Schülern, die der Anſtalt ihre Anhänglichkeit bewahrt und dieſe, wie die Eltern, vor dem heutigen Feſte durch namhafte Beiträge und bei unſerer Feier durch ihre Anweſenheit bekundet haben.

Namentlich möchte ich dankend erwähnen die Mitglieder des Feſt⸗Ausſchuſſes, der, abgeſehen von der ſonſtigen Unterſtützung, den Wohnort der meiſten auswärtigen ehe⸗ maligen Schüler ermittelte, dieſen Nachricht zugehen ließ und ſo das Feſt in ſeinem jetzigen Umfange möglich machte: die Herren Wilhelm Schlamp, Julius Wallot, Elkan Fröhlich, Bürgermeiſter Schätzel von Guntersblum, Konrad Jungkenn, Fritz König, Friedrich Gallois, Friedrich Schnecko, Ludwig Maurer, Ernſt Traumüller, Eugen Trau, Guſtav Senfter und Jakob Halberſtadt (darunter aus Nierſtein: die Herren Schlamp, König und Senfter), vom Lehrerkollegium beſonders die Herren Kollegen Obenauer und Minnich.

Herrn Georg Karl Raſor in Frankfurt, Schüler von 185154, ſpreche ich unſeren Dank aus für die Stiftung eines Exemplars des im Auftrage des Freiherrn Heyl zu Herrnsheim von Arch. Boos herausgegebenen Prachtwerkes: Geſchichte der rheiniſchen Städtekultur;

Herrn Buchhändler H. Quaſthoff in Mainz für ein eingerahmtes Bild JJ. KK. Hoheiten des Großherzogs und ſeiner hohen Gemahlin;

Herrn Ernſt Traumüller für einen zum Feſte von ihm komponierten Marſch.

*) Für 1895 iſt beſonders auch Herr Carl Sittmann dankend zu erwähnen. **) Eine Nachtigall vor dem geöffneten Fenſter der Halle verkündete während dieſer Anſprache in beredteren

Tönen die Schönheit unſerer Anlagen.

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