Kenntnisnahme vorgelegt hatte, am 3. September 1813 die zu- versichtlichen Worte geschrieben:„Durch das sehr wohl ge— schriebene Programm erwirbt sich der Herr Direktor ein neues großes Verdienst um das Lyceum. Es ist der erste öffentliche Lebenslaut eines jungen Institutes, welches unter der einsichts-⸗ vollen, kräftigen und von der edelsten Denkungsart geleiteten Aufsicht des Herrn Direktors gewiß seiner schönen Bestimmung immer mehr entgegenwachsen wird“.
Noch am 8. Oktober 1813, dem Tage, an dem sich Bayern im Vertrag zu Ried vom Rheinbund losgesagt und zum Gegner Napoleons erklärt hat, stattet Pauli seinen Dank für die von dem Lyceum geleistete Jahresarbeit in Ausdrücken ab, denen kein Zweifel¹) an der Möglichkeit der Erhaltung der von ihm in Dalbergs Geist ins Leben gerufenen akademischen Institute anzumerken ist:„Bei dem Schlusse des ersten Jahres seit der Errichtung des Lyceums wird dem Direktorium die dankbarste Anerkennung der einsichtsvollen und von den besten Grundsätzen geleiteten Tätigkeit ausgedrückt, welche dasselbe der Leitung eines für das Aufkommen eines wissenschaftlichen Geistes im Staate so wichtigen Institutes gewidmet hat. Zugleich wird letzteres der ferneren eifrigen Mitwirkung des Herrn Direktors bestens empfohlen, und man darf dann die Zuversicht hegen, daß es sich mit jedem Jahre mehr zu einer vom besten Geiste belebten Bildungsanstalt für junge Leute gestalten werde“.
Die für den 2. November 1813 in Aussicht genommene Eröffnung der Vorlesungen des zweiten Kursus des Lyceums erlitt einen Aufschub bis zum 15. November. Inzwischen war die Schlacht bei Leipzig geschlagen worden.„Die Unglücksfälle, die den Kaiser Napoleon betroffen haben“, hatte Matthiae ²) am 30. Oktober 1813 an seinen Bruder geschrieben,„sind un- erhört. Es waltet aber, wie man sieht, noch immer eine Nemesis, welche die öpes straft. Mögen die Werkzeuge dieser Nemesis sich ihres Schutzes durch keine 59is unwert machen“.
¹) Vgl. hierzu eine briefliche Kußerung Matthiae's(vom 8. 5. 1814, a. a. O. S. 133):„Vor nicht sehr langer Zeit hätte man ein Prophet oder ein Verrückter sein müssen, um den Sturz der Napoleonischen 59es vorauszusehen. Jetzt will freilich mancher eine feinere Nase gehabt haben als andere Menschenkinder.“
*) a. a. 0., S. 130.


