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Katheder darüber philosophieren wollte. Materialien hatte ich überflüssig genug in meinen Heften und meinem starken Gedächtnis. Auf diese Weise entstand der erste Entwurf meiner Weltgeschichte inzusammenhängender Erzählung.“
So ging von Schlossers Katheder im Lyceum Carolinum seine Wirksamkeit für das ganze deutsche Volk aus, auf dessen Bildung er einen in der Geistesgeschichte seltenen Einfluß ge- wonnen hat.
Für Ende September 1813 war zum Abschluß des ersten Jahreskursus des Lyceums ein öffentlicher„Actus“ in Aussicht genommen, der von einem der Professoren mit einer Rede er-— öffnet werden sollte. Bei dieser Feierlichkeit sollten diejenigen Lyceisten, welche die besten Fortschritte in den Wissenschaften gemacht hatten,„öffentlich Sätze aus den vorgetragenen Lehr- gegenständen verteidigen“. Bei diesen„feierlichen Defensionen“ sollte einer der unter sich jährlich wechselnden Professoren präsidieren.
Der„Actus“ unterblieb: am 1. Oktober 1813 sah sich der Generalkurator genötigt,„der Zeitumstände halber von Fuld nach Aschaffenburg abzureisen“. Er traf seinen Landes- herrn dort nicht mehr an. Dalberg war bereits, die Peripetie in dem Geschichtsdrama ahnend, in welchem er eine Rolle zu spielen gehabt, am 28. September 1813 aus Aschaffenburg abgereist, hatte sich nach Konstanz begeben in der Absicht, sich so bald wie möglich auf seinen erzbischöflichen Stuhl in Regensburg für immer zurückzuziehen. Dalberg hatte sich von seinem goldenen Galgen erlöst.
Das Großherzogtum Frankfurt stand am Vorabend seines Untergangs, das Lyceum Carolinum an der Pforte einer un- sicheren Zukunft. Es kamen die Tage, von denen Rat Schlosser gesagt,„sie brachten ein gewaltiges Getümmel mit sich, das auf längere Zeit unsere Stadt nicht zu einem Musensitz eignete“.
Nur einen Monat zuvor hatte Pauli dem Direktor des Lyceums, welcher das Manuskript des ersten„auf allerhöchsten Befehl“ zu druckenden Jahresberichtes¹) dem Generalkurator zur
¹)„Kurze Nachricht von dem Großherzoglichen Lyceum Carolinum in Frankfurt. Frankfurt a. M. 1813“.(Stadtarchiv, Gr. Fr. Beh. X, 2, in die Lyceumsakten eingeordnet).


