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Mitleidenschaft zog, hatte er seine Fürsorge für eine abgeschlossene Vorbildung der von der Frankfurter alma mater auf die deutschen Universitäten zu entlassenden Schüler in dem eingreifenden Er- lasse vom 27. Juli 1807 kundgegeben, welcher die Ein- führung einer Reifeprüfung verfügte. Im unerfreulichen Rückblick auf seine eigene überhastete Schulbildung,¹) die ihn, trotz ernsten Strebens nach Fortbildung, in seiner den Typus des Polyhistors verratenden schriftstellerischen Tätigkeit ²) niemals über den Standpunkt eines Amateurs der Wissenschaft hatte hinauskommen lassen, war er zu der Überzeugung gelangt, daß die in der reichsstädtischen Periode erlaubten vor- zeitigen Entlassungen zum Hochschulstudium einen das Staats- wohl schädigenden Mangel der Lehrverfassung des Gymna- siums bedeuteten. Aus solcher Erwägung ging der„Aller- höchste“ Erlaß hervor, der eine Prüfung der zur Universität übergehenden Schüler verordnete, eine Forderung, die für die gelehrten Schulen Preußens schon durch das Königliche Edikt
¹) Nach ungründlicher Vorbildung, die er in Mainz und Würzburg empfangen, hatte er als Knabe von fünfzehn Jahren die Universität Göt- tingen bezogen, diese mit Heidelberg vertauscht und dort im Jabre 1761 als siebzehnjähriger Jüngling pei der juristischen Fakultät den Doktor- grad erworben. Auf der bei Standesherren herkömmlichen„Kavaliertour“ hatte er in der Fremde seine oberflächliche Bildung durch Anschauung von Land und Leuten zu vervollkommnen gesucht und während seines Aufent- haltes in Italien das klassische Altertum, ältere und neuere Kunst schätzen und lieben gelernt.
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²) C. Will, Verzeichnis sämtlicher Schriften des Fürsten-Primas Carl von Dalberg, 1897,(Publikation des Historischen Vereins zu Regensburg; Exemplar auf der Stadtbibliothek); das Verzeichnis zerfällt in: A. Physikalische, chemische und mathematische, B. Aesthetische, C. Historische, juristische und staatswissenschaftliche, D. Philosophische und E. Vermischte Schriften. Im ganzen 41 Publikationen.— Eine Verhöhnung seiner Vielwisserei und Volks- bildungsbestrebungen mußte sich Dalberg in einem am 1. Mai 1812 in Frankfurt a. M. veröffentlichten französischen Gedichte gefallen lassen, das zu spät als Mystifikation erkannt worden war:
„Périclés, Madrigal anacréontique pour l'anniversaire de son Altesse Royale le Prince Primat, premier Grand duc sur son avènement au trône ducal de Francfort.
Bons Francfortains! chantons l'anniversaire Du Protecteur que le ciel vous donna;


