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übergegangen, dem entsprechend sich die Barometerformel in:
6(1 a r(1+&) h f h h— hi 5eh eh) 2 umändert. Der Factor(1+«t) fällt, wie man sieht, heraus, und man hat wieder die gegebene Baro- meterformel. Eine solche Anderung der Temperatur hat also keinen Einfluss auf das Resullat.
Von Einfluss könnte jedoch der Feuchtigkeitsgehalt der Luft sein. Wenn nämlich die Temperatur sinkt, so wird sich die eingeschlossene Luft dem Maximum ihrer Sättigung mit Wasserdampf immer mehr nähern. Doch auch diese Thatsache bedingt noch keine neue Füllung der Röhre. Denn in der Formel für den Barometerstand kommen nur die Volumina der ab- geschlossenen Gase, nicht aber deren specifische Gewichte vor. Man könnte deswegen recht sut die Beobachtungen mit jedem beliebigen Gase, mithin auch mit einem Gemische von atmo- sphärischer Luft und Wasserdampf anstellen.
Ist jedoch die Temperatur so weit gesunken, dass der Condensationspunkt der abgesperrten Luft überschritten ist, so wird man sich zu einer neuen Füllung bequemen müssen. Denn ob- wohl die Menge des niedergeschlagenen Wassers eine ganz minimale ist, so werden sich doch die Röhrenwände beschlagen und so keine genaue Ablesung gestatten. Ferner wird das Wasser, welches sich auf dem Meniskus des Quecksilbers niedergeschlagen hat, die Oberflächenspannung verändern und ein Hängenbleiben des Quecksilbers verursachen.
Nicht minder wesentlich zur praktischen Verwertung des Capillarbarometers ist es, zu wissen, welchen Einfluss eine ungenaue Ablesung der einzelnen Grössen auf das Resultat
5B=
haben wird. Zur Beantwortung dieser Frage hat man die Formel für B nach den betreffenden Grössen
zu differenzieren. Die partiellen Differentiale liefern die entsprechenden Fehler, nämlich: 2an L h.d2*
911(o F): 3 —232 h+ hi 35e= e. 5.d5r d2A=, e d2 1 dB.=e, d’
Betrachtet man beispielsweise die erste der vier Gleichungen, so hat diese die Bedeutung, dass, wenn man v um eine Grösse dv falsch abliest, dies im Resutat einen Fehler. bewirken würde. Das Fehlermaximum wird erhalten, wenn man die Summe der Partialfehler bildet. Den durch das Zusammenwirken wahrscheinlich entstehenden Fehler findet man, indem man die zweiten Potenzen der Partialfehler addiert und aus der Summe die Wurzel zieht. Demnach ist der wahrscheinliche Fehler:
F.= VHI T SBE SEI dII.


