Aufsatz 
Das Melde'sche Capillarbarometer / von Karl Fischer
Entstehung
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Schlussbemerkung.

Wie man aus§ 6 und der Beobachtungstabelle l ersieht, stimmen die berechneten Baro- meterstände mit den an dem Normalbarometer abgelesenen fast genau überein, wenn die Queck- silbersäulen möglichst lang sind. Die zu den Beobachtungen verwendeten Röhren waren nahezu I m lang, hatten also die Länge eines gewöhnlichen Barometers. Diese Länge kann aber mit Rücksicht auf die Auseinandersetzungen im zweiten Absatze pag. 16 bedeutend kleiner sein, dem- zufolge der ganze Apparat auch wesentlich compendiöser wird und wegen der kürzeren Skala auch leichter und billiger herzustellen und zu handhaben ist. Ferner ist im§ 8 gezeigt worden, dass Temperaturänderungen keinen Einfluss auf die Genauigkeit des Resultates haben. Man braucht also, ausgenommen den Fall, wo der Condensationspunkt der eingeschlossenen Luft überschritten ist, die Röhren nicht zu jeder Beobachtung frisch zu füllen. Endlich macht auch die Ablesung der einzelnen Grössen nicht die geringste Schwierigkeit.

Nach diesen Erörterungen dürfte einer praktischen Verwendung des G(apillarbarometers nichts im Wege stehen. Zu verschiedenen Zwecken ist es dem gewöhnlichen Barometer sogar vorzuziehen, z. B. als Reisebarometer. Denn alle Vorsichtsmassregeln, welche der Transport des gewöhnlichen Barometers nötig macht, fallen bei dem Capillarbarometer fort. Ein nicht un- wesentlicher Vorzug des Capillarbarometers ist die leichte Anfertigung und Pilligkeit desselben.