Aufsatz 
Die Waldenser-Gemeinde Pragela auf ihrer Wanderung ins Hessenland : aktenmässige Untersuchungen / von Daniel Bonin
Entstehung
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Auf S. 28 und 29 schildert Herr Pfarrer Lehn, dass die Offenbacher Kolonienach der Gründung Neu-Isenburgs und der immer klarer hervortretenden feindseligen Stellung- nahme Valkeniers stetig abgenommen habe, derart, dass anfangs 1703 auch das letzte Glied des am 9. Juli 1899 ge- wählten Consistoriums, Alexander Villabon, Offenbach ver- lassen habepour le bien de ses affaires.

DieBürgschaft fehlte eben in dem Vertrage mit Calmelz, der von seiner Reise überhaupt nicht mehr zurück- gekommen war, sodass der Graf am 18. Mai 1705 den Ver- trag mit Calmelz, derseit fast 6 Jahren sich zurück- gezogen, für aufgehoben erklärte.

Inzwischen hatten sich die Verhältnisse für Isenburg ge- ändert. Dies zeigen zwei Urkunden des Schaumburger Archivs:

1.Actes du Colloque tenu a Francfort sur le Mein le 22, 23 et 24 novembre 1699 stil vieux par les pasteurs et les deputés des Eglises Vaudoises qui sont èta- blies dans le pays de Darmstat et dans les estats voisins. Dabei sind Hombourg, Merfelden, Arheiligen, l'eglise de pragella, Schaumburg und Wächters- bach vertreten.

2.Actes du Sinode tenu a Francfort sur le Mein les 1. 2. 3. 4. 6. du mois de mars 1702 par les pasteurs et deputtés des eglizes vaudoises et françaises etablies aux Environs du dit Francfort. Darin sind ver- treten: Dornholzhausen, Merfelden, Kelster- bach, Rohrbach, Holzappel, Waldensberg, Isenburg, Hazelborn, composée de Vaudois et de Francois dans les terres de Salbruchen. Isen- burg wird vertreten durch Jean Archer, pasteur, et pour deputtés les Srs Jaques Bourguet, ancien et Salomon Ollivier, maire et ancien.

Laut Bericht Valkeniers aus Weinheim au Palatinat vom 12./2. Sept. 1699 ist der Geistliche Archer von Zürich aus der Gemeinde Isenburg verschrieben worden auf Betreiben der Generalstaaten. Diese haben also dieBürgschaft für Isenburg zum Teil schon übernommen, was sich im Jahre 1702