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„Durch Herrn von Valkenier und den englischen Ge- sandten, von Herwart, erhielten sie ja dann freilich einige Gul- den zur Abwendung der äussersten Not.“(S. 27.) Nichtsdesto- weniger entwickelte sich die Colonie Isenburg schnell. Die Offenbacher Colonie dagegen erfuhr durch die Missgunst des holländischen Gesandten den grössten Schaden.“(S. 27.)
„Nach der Gründung Neu-Isenburgs und der immer klarer hervortretenden feindseligen Stellungnahme Valkeniers gegen die in Isenburg und Offenbach ansässigen Refugiés, nahm der Bestand der Offenbacher Colonie stetig ab.“(S. 2.)
Auf Seite 38 ist dann gesagt, dass die Stellungnahme Valkeniers Ende des Jahres 1703 freundlicher gewesen wäre, da er für die Offenbacher Gemeinde einen Geistlichen, J. le Fevre, mit einem Gehalt von 400 holl. Gulden, zunächst auf 3 Jahre, erwirkt hatte.
„Und als sich nun gar die Gemeinde in der nächsten Zeit auch noch immer mehr vergrösserte, mochte selbst ein Herr Behagel(siehe auch S. 38), der Stellvertreter Valkeniers in Frankfurt, einschen, dass man dieselbe nicht mehr einfach übersehen, dürfe.“(S. 40).
Anlage I. Die Privilegien vom Jahre 1698. 10 Juli.(de Calmelz).
Anl. II. Die Privilegien vom Jahre 1705. 18. Mai.(le Fevre).
IIlert: S. 9. 10. 54. 55, In diesen und anderen Stellen kommt der Herr Verfasser zu denselben unhaltbaren Ansichten über Valkenier. Seite 10 werden die Handlungen Valkeniers Machinationen genannt, während S. 53 von dessen b e- reitwilliger Fürsprache die Rede ist.— Eine ge- naue Prüfung der Sache ergiebt folgendes Bild:
Peter Valkenier, der von Papon in einem Briefe an Mr. Lavater, Secretaire d'Estat à Zürich, am 4. Mai st. nouv. 1699, geschildert wird als„distingué par son caractere et par les lumières, mais surtout par son zéle et sa pieté“, war von den GeneralStaaten mit der Ansiedelung der Waldenser in Deutschlaud beauf- tragt worden. Die Austeilung der sehr beträchtlichen holländischen Kollektengelder besorgte in der uneigennützigsten


