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erhielten von ihm durch die Vermittlung des Gräflich Vsen- burgischen Hofpredigers Bröske wenige Tage nach der Ueber- reichung ihrer Bittschrift die Erklärung, dass er von den hohen Mächten der Generalstaaten nur die Ordre habe, den Walden- sern beizustehen und deshalb für sie nichts thun könne, eine Erklärung, die Valkenier auch dem Grafen selbst gegen- über abgab.“(S. 17.)
„Valkenier erklärte sich(auf die Vorstellungen des Grafen hin) bereit, seinen Einfluss bei den Mächten geltend zu machen und bat zu diesem Zwecke um eine Liste sämtlicher unter- stützungsbedürftiger Glieder der Offenbacher Gemeinde, um dieselbe den Mächten einzuschicken.“(S. 21.)
„Ob diese Liste den hohen Mächten von Valkenier wirk- lich eingeschickt worden ist?) und ob er darnach überhaupt irgend welche Schritte zu Gunsten der Offenbacher Refugiés gethan hat, erfahren wir nicht. Wahrscheinlich ist, dass er für dieselben nichts gethan, im Gegenteil zunächst wohl seinen ganzen Einfluss gegen die Offenbacher Colonie und die Re fugiés im Lande des Vsenburger Grafen überhaupt geltend gemacht hat.“(S. 22.)
„Kurz nach ihrer Einwanderung jedoch schon wurde diesen Franzosen durch den Herrn von Valkenier, wahrschein- lich auf Veranlassung der Waldenser selbst, die Ordre erteilt, sich von den Waldensern zu trennen und„anderswo bei Fürsten und Ständen ihre Etablissements zu suchen.“(S. 23.)
„Die Gründung Neu-Isenburgs führte dazu, dass sich die an sich schon sehr wenig wohlwollende Gesinnung des holländi- schen Gesandten Valkenier noch mehr zu Ungunsten der Offen- bacher und nun auch der Isenburger Refugiés verstärkte.“(S. 25).
„Die Waldenser verfehlten nicht, dem Herrn Valkenier in den Ohren zu liegen, durch seinen Einfluss die Franzosen wieder von diesem Orte(Neu-Isenburg) fortzutreiben.“(S. 26.)
„Die Refugiés machten sich(durch ihre Weigerung, weg- zuzichen) den Herrn von Valkenier, der ihnen vorher schon nicht gewogen war, vollends zum Feind.“(S. 26.)
88*) Seite 25 ist von der von Valkenier eingesandten Liste die Rede!


